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Neuer Kuhstall für Öko-Milch-Forschung

Noer Neuer Kuhstall für Öko-Milch-Forschung

Wie können Milchviehhalter ihr Einkommen halten oder steigern, ohne dabei die Umwelt stärker zu belasten? Um nach der Antwort auf diese Frage zu forschen, werden auf dem Versuchsgut Lindhof der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel in Noer gut 1,3 Million Euro investiert.

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Umweltminister Robert Habeck (li.) ließ sich von Prof. Friedhelm Taube bei den Jersey-Kühen das Forschungsprojekt zur ökoeffizienten Weidemilcherzeugung erklären.

Quelle: Rainer Krüger

Noer. Für das Forschungsprojekt „Ökoeffiziente Weidemilcherzeugung“ wird dort ein neuer Kuhstall gebaut. Mit anderen Projektbeteiligten machte Landesumweltminister Robert Habeck (Grüne) am Montag den symbolischen ersten Spatenstich. „Gut 950000 Euro kommen aus Mitteln der Landesregierung“, erläuterte Heinrich Terwitte aus dem Ministerium. Die übrigen Mittel bringen die CAU und das Versuchsgut auf.

 Gebaut wird der Stall für 80 Jersey-Kühe. „Sie wurden im November angeschafft und sollen im Frühjahr 2016 kalben. Nach 49 Jahren Pause wieder dann wieder auf dem Lindhof gemolken“, sagte Betriebsleiterin Sabine Mues. Der Stall entsteht nach Angaben von Planer Jens Rixen auf einer Grundfläche von 2260 Quadratmetern. „Bis Dezember wird der Stall fertig sein“, erklärte Hans-Adolf Bilzhause vom Gebäudemanagement Schleswig-Holstein.

 Die Ziele des Projektes machte Lindhof-Chef Professor Friedhelm Taube deutlich. „Wir wollen den Tieren auf der Weide optimales Futter mit ausgeglichenem Nährstoffgehalt anbieten. Weidelgras und proteinreicher Klee sind dafür ideal. Jetzt wollen wir herausfinden, wie wir die Weidetierhaltung optimieren können. Dabei setzen wir auf saisonale Abkalbung nach irischem Vorbild“, so der Agrarwissenschaftler. „Kalben alle zwischen Mitte Februar und Mitte April, wird der anschließend steigende Futterbedarf optimal über das gleichzeitig steigende Graswachstum gedeckt“, beschrieb er das Vorhaben. Entsprechend sollen die Kühe lange – möglichst bis Dezember – draußen laufen und möglichst schon wieder im März auf die Weide kommen. CAU-Kanzler Frank Eisoldt sah im Projekt einen Beitrag zur „nachhaltigeren Tierhaltung“. Der Dekan der Fakultät Prof. Eberhard Hartung betrachtete die Auseinandersetzung mit der Milch als einen neuen Schwerpunkt. Für Minister Habeck war das Projekt ein „Baustein, um die Weidewirtschaft zu stärken“. „Sie ist eine besondere Form der Milcherzeugung, weil sie klimaschonend ist“, sagte er.rik

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