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Treckerfreunde geben Gas

Oldtimertreffen Treckerfreunde geben Gas

Einst ackerten sie auf den Feldern, heute sind alte Traktoren Zuschauermagneten. Geschätzt 1500 Besucher kamen am Sonntag zum Oldtimer-Trecker-Treffen nach Eckernförde. 150 motorisierte Veteranen der Landwirtschaft waren zu sehen.

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Gastgeber Kai-Dieter Bock (links) macht mit Ole Bækkedale aus Norwegen und dessen Enkel Lucas auf dem 77 Jahre alten Case-Schlepper eine Fahrt über den Platz.

Quelle: Rainer Krüger

Eckernförde. Die weiteste Anreise hatte Ole Bækkedal aus Norwegen. Mit Enkel Lucas (5) tuckerte der 63-Jährige auf seinem Case R Baujahr 1939 durch die Besucher. Schon das Anwerfen des mit Petroleum betriebenen 15-PS-Schleppers war ein Schauspiel. „Ich muss ihn mit der Handkurbel anschmeißen“, sagte Bækkedal. Mit wenigen Drehungen bewies er er, dass 77 Jahre alte Technik bestens funktioniert.

 Kai-Dieter Bock (50) aus Goosefeld sah fasziniert zu. Er war ein gefragter Mann. Bock ist der Vorsitzende des Vereins Oldtimerfreunde rund um Eckernförde. Der Klub hatte das Treffen am Südstrand zum neunten Mal auf die Beine gestellt. „Zum Glück stimmt das Wetter“, sagte Bock beim Blick auf die in der Sonne glänzenden Traktoren. Von den 44 Klubmitgliedern halfen 25 mit. „Wir haben Bock auf die alte Technik, die einfach war und bis heute hält“, bekannte der Vereinschef.

Bilder zum Treckertreffen in Eckernförde finden Sie hier.

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 Mit Bækkedal hatte Bock einen Gleichgesinnten gefunden. Bækkedal betreibt in Stange 110 Kilometer nördlich von Oslo ein Oltimer-Museum mit gut 200 motorisierten Fahrzeugen und Maschinen. Am Freitag war er nach Deutschland aufgebrochen. Den Case hatte er auf den Anhänger seines Campingbusses geladen.

 Andere Oltimerfahrer hatten lange Anreisen auf ihren Schleppern bewältigt, so eine Abordnung des Treckervereins Bad Oeynhausen. Zwölf Trecker – meist mit Wohnwagen – hatten die 320 Kilometer lange Strecke in drei Tagen bewältigt. „Wir unternehmen gern Reisen. Als ich in einer Fachzeitschrift von einem Treckertreffen am Strand gelesen hatte, war für mich dieses Ziel klar“, erklärte Dirk Starke. „Wir hatten ein Durchschnittstempo von 16 Stundenkilometern“, berichtete der Nordrhein-Westfale von der Anreise.

 Einen besonderen Akzent setzte Michael Göttsch aus Melsdorf. Er war mit seiner mobilen Kunstschmiede gekommen. Bei Göttsch konnten Besucher für sechs Euro ein Herz aus Metall schmieden. Das Geld geht an die Organisation ASTH, die Gesundheitsprojekte in Togo finanziert. Auch die Oldtimerfreunde wollen noch dafür spenden.

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