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Fischerei wird gefördert

Aktivregion Fischerei wird gefördert

Die Aktivregion Hügelland am Ostseestrand möchte die Hafenorte Eckernförde und Strande als Fischereiwirtschaftsgebiete weiterentwickeln. Dafür kommt eine jetzt vom Land genehmigte Förderung über die EU gerade recht. Für die Periode der Jahre 2014 bis 2020 stehen 280000 Euro zur Verfügung.

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Katharina Mahrt (Projektgruppe), Bürgermeister Jörg Sibbel (Mitte) und Matthias Meins (Aktivregion) freuen sich über den Förderbescheid für Eckernförde und Strande.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde.  Eckernförde war bereits in der vorigen Förderperiode in den Genuss von Zuschüssen gekommen. Insbesondere wurde damit die Museumsräucherei in der Altstadt finanziell unterstützt. Jetzt hatte sich die Stadt gemeinsam mit Strande erneut beworben. „Die Strategie ist anerkannt und Strande mit aufgenommen“, freute sich Bürgermeister Jörg Sibbel gestern bei der Vorstellung der Projektförderung im Amt Dänischer Wohld in Gettorf. Mindestens 40000 Euro pro Jahr stehen jetzt für Projekte zur Verfügung. Leider sei es nicht gelungen, die Binnenseen der Aktivregion mit aufzunehmen, so Sibbel.

 Eckernförde und Strande blicken beide auf eine lange Fischerei-Tradition zurück. Ziel der Förderung ist es, den Berufsstand der Fischer zu stärken, das kulturelle Erbe der Fischerei und Räucherei zu bewahren sowie den Fisch als regionales Produkt stärker im Bewusstsein der Bürger zu verankern und das Umfeld für eine Direktvermarktung zu entwickeln. „Als Aktivregion sehen wir es sehr positiv, dass wir mit zwei Gebieten an den Start gehen können“, sagte der Vorsitzende Matthias Meins. Er ist überzeugt: „Davon profitiert die ganze Region“.

 Bei den avisierten Zuschüssen handelt es sich um eine 50:50-Förderung. Das heißt: Die Hälfte der Investition muss der Projektträger, in der Regel die Kommune, dazulegen. Ideen für Projekte gibt es bereits mehrere. In Strande wünschen sich Fischer beispielsweise ein kleines Kühlhaus, um den Fang für die Direktvermarktung länger lagern zu können. In Eckernförde hofft die Museumsräucherei auf Förderung, um ihre Ausstellung zur Geschichte der Fischerei und Fischverarbeitung aufzubauen. Vorgeschlagen sind weiter ein Fischlehrpfad, eine Erweiterung der Aquarien im Ostsee-Info-Center sowie der Ausbau der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit über die Fischerei, wie sie beispielsweise in Eckernförde im Sommer mit den Fangfahrten für Gäste von dem Kutter „Ecke 4“ betrieben wird.

 Welche Projekte wann zur Förderung angemeldet werden, darüber entscheidet eine Projektgruppe mit Vertretern aus Strande und Eckernförde, die im Januar erstmals tagt. Dabei geht es nach Angaben der Vorsitzenden Katharina Mahrt zunächst um eine Abstimmung zwischen beiden Kommunen sowie, später, über eine Rangliste angedachter Projekt-Ideen. Möglich für die Museumsräucherei sind auch Fördergelder für sogenannte Poolprojekte mit überregionaler Ausstrahlung. „Für Nagelboden, Einrichtung und Forschungsprojekte könnten wir noch Zuschüsse gebrauchen“, sagt Mahrt.

 In Eckernförde sind derzeit 29 Fischer aktiv, darunter zehn Haupterwerbs-, 17 Nebenerwerbsfischer und zwei Auszubildende. In Strande legen elf Fischer die Netze aus, einer davon hauptberuflich.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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