3 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
4000 Besucher beim "Open Ship"

Offener Stützpunkt 4000 Besucher beim "Open Ship"

Hoch spezialisierte Soldaten, U-Boot-Fahrer, Aufklärer, Erprobung, zivile Ausbildung – die Marine in Eckernförde erfüllt vielfältige Aufgaben. Um einen Blick hinter die Kulissen der grauen Schiffe zu ermöglichen, öffnete der Marinestützpunkt Eckernförde am Mittwoch seine Pforten für 4000 Besucher.

Voriger Artikel
Fünf Tage Fußballcamp mit neuen Toren
Nächster Artikel
Polizei sucht Unfallzeugen

Neben dem Flottendienstboot "Oker" (im Hintergrund) laden auch Zollkreuzer und Polizeiboot zum "Open Ship".

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Marvin Schäfe lenkt per Tablett einen Modell-Truck über das Gelände. Der 18-jährige Fleckebyer ist Auszubildender im zweiten Lehrjahr bei der Wehrtechnischen Dienststelle WTD 71. „Her lernt man alles, von den Grundlagen bis zu speziellen Aufgaben“, erzählt der angehende Elektroniker für Geräte und Systeme. 14 Plätze dieser Fachrichtung bietet die Ausbildungswerkstatt der WTD. „Die Trucks sind ein Übungs-Projekts“, berichtet Leiter Thomas Burkhardt. „Die Auszubildenden haben sie komplett selbst entwickelt und programmiert.“

Fertige Elektroniker der WTD sind nach seinen Angaben gefragte Fachleute bei der Bundeswehr und der Industrie. Der Berufsausbildung bei der Dienststelle ist politisch gewollt. „Die Bundeswehr hat Bedarf“, so Burkhardt. Derzeit wird sogar über eine Erweiterung der Ausbildungswerkstatt um eine zweite Berufsfachrichtung im mechanischen Bereich nachgedacht.

Wie spezialisiert Soldaten heute sind, zeigt das Seebataillon. Hauptbootsmann Sascha Goymann von der Aufklärungskompanie erläutert geduldig die Funktionsweise zweier Drohnen. Die eine lässt sich im Rucksack verstauen und verfügt über eine Nacht- und eine Wärmebildkamera. Die andere, namens „Aladdin“, ist noch leistungsfähiger und wirkt wie ein Modellflugzeug mit einer Reichweite von bis zu fünf Kilometern. „Die Drohnen kehren automatisch zurück“, sagt Goymann. Zum Einsatz kommen sie unter anderem in Afghanistan, im Kosovo und in Mali.

Ein Magnet für die meisten Besucher bleiben aber die U-Boote. Eines davon, „U35“, ist für die Gewinner einer Losaktion zur Besichtigung geöffnet. „Die Technik ist spannend“, sagt Thomas Küppers-Schludi aus Essen, der mit seiner Familie im Norden auf Urlaub ist. „U-Boote kennt man sonst ja nur aus dem Fernsehen.“ Auch für Tochter Finia ist klar: „Die Unterseeboote sind am coolsten“. Jetzt fehlt für die Essener nur noch etwas Glück bei der Auslosung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3