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56 Schüler im Rechenfieber

Eckernförde 56 Schüler im Rechenfieber

An den Tafeln stehen Formeln. Eifrig wird in Taschenrechner getippt. In der Langen Nacht der Mathematik in der Peter-Ustinov-Schule in Eckernförde galt es am Freitag für vier Gruppen mit 56 Mädchen und Jungen der Klassen 5/6, 7/8, 9/10 und der Oberstufe von 18 bis 24 Uhr zehn Aufgaben zu lösen.

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Wie groß ist das Volumen eines Japanischen Kristalls? Paul Kumstel (links) und Peer-Hendrik Kähler suchen die Lösung anschaulich und bauen den Körper aus Würfeln nach.

Quelle: Rainer Krüger

Eckernförde. Um den Laptop von Lehrer Ronny Schneider scharen sich am Freitagabend Kinder und Jugendliche. Das versteht sich. Denn dort gibt der Pädagoge die von den Schülern der Peter-Ustinov-Schule in Eckernförde erarbeiteten Lösungen für die Lange Nacht der Mathematik ein.Im Zehn-Minuten-Takt dürfen neue Daten per Internet zur Homepage www.mathenacht.de gesendet werden. „Unser Ziel ist es, die erste von drei Runden zu schaffen. Dabei ist nicht der Erfolg entscheidend, sondern dass die Teilnehmer Spaß an Mathematik bekommen“, sagt Schneider.

 Obwohl ihre Köpfen rauchen, haben die Achtklässlerinnen Hanna Lemke (13) und Aimee Strötzel (13) etwas zu lachen. Sie setzten sich mit einem Rätseldiagramm aus der Römerzeit auseinander. Aimee Strötzel schreibt die Lösungsvorschläge an die Tafel. Natürlich in römischen Zahlen. „Das ist schwer, denn es ist schon länger her, dass wir die im Unterricht hatten“, sagt sie. Zum Glück ist Finn-Niklas Brandt (13) dabei. „Er hat die römischen Zahlen noch gut drauf“, findet Hanna Lemke.

 Auf Anschaulichkeit setzen die Zehntklässler Peer-Hendrik Kähler (16) und Paul Kumstel (15). Sie sollen Volumen und Oberfläche eines Japanischen Kristalls berechnen. Da der Körper aus Würfeln mit einem Zentimeter Seitenlänge bestehen sollen, bauen sie ihn nach. „Mit den Würfeln aus dem Spielfundus klappt das bis zur Hälfte“, sagt Paul Kumstel. Mit dem Pyramidenbau vor Augen ist er um 21.15 Uhr zuversichtlich, die Lösung zu finden.

 Tatsächlich schafft nur die Gruppe der Youngster den Einzug in die zweite Runde, alle anderen bringen es auf acht Richtige. Für Schneider geht die Rechnung der Nacht aber komplett auf, weil sie ein Gemeinschaftserlebnis ist. „Hier machen ganz selbstverständlich auch Schüler aus Syrien mit. Das zählt wirklich.“

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