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Über 60 neue Baugrundstücke

Osdorf Über 60 neue Baugrundstücke

In Osdorf stehen die Zeichen auf Wachstum. Auf gut 60 Grundstücke ist das Neubaugebiet ausgelegt, das im Südwesten der Gemeinde erschlossen werden soll.

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Angst vor mehr Verkehr: Die Anwohner der Straßen Am Augustenhof (Foto), Schmiederedder und Am Wiesengrund sehen dem geplanten Neubaugebiet mit gemischten Gefühlen entgegen.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Osdorf. „Es gibt bereits 25 Interessenten“, teilte Bürgermeister Joachim Iwers (WgO) am Dienstagabend anlässlich einer Gemeindevertretersitzung mit. Einstimmig verabschiedete das Gremium den entsprechenden Aufstellungsbeschluss für den B-Plan 12.

Anwohner der Straßen Am Augustenhof, Schmiederedder und Am Wiesengrund, deren Häuser an das künftige Baugebiet angrenzen, verfolgten die Abstimmung und die vorhergehende Aussprache mit gemischten Gefühlen.Sie fürchten um ihre Ruhe und um die Sicherheit ihrer Kinder, wenn die Pläne so umgesetzt werden sollten, wie sie jetzt auf dem Papier stehen. Demnach ist angedacht, an der Gettorfer Straße (L44) einen Kreisel zu bauen, von dem aus das Neubaugebiet erschlossen wird. Über diese Erschließungsstraße wäre es möglich, ins Ortszentrum zu gelangen, ohne den Umweg über die Kreuzung Gettorfer Straße, Dänischenhagener Straße (L44), Hauptstraße (L45) und Felmer Straße (K49) zu machen. Der Plan ist im Internet unter www.gemeinde-osdorf.de (Aktuelles) einsehbar. Auch die maximal zulässige Firsthöhe – angedacht sind neun Meter – wurde von Anwohnern kritisch angesprochen.

Bauausschussvorsitzender Bernhard Wölki (WgO) war ebenso wie der Bürgermeister bemüht, den besorgten Bürgern die Ängste zu nehmen. Wölki verglich die Gewichtung der B-Plan-Aufstellung mit einer Bauvoranfrage. „Dieser Aufstellungsbeschluss ist nur ein erster Schritt, es ist noch nichts in Beton gegossen“, versicherte der Ausschussvorsitzende. Niemand möge sich überfahren fühlen. Bisher sei alles nur ein Entwurf. Ob er in dieser Form tatsächlich realisiert wird, müsse abgewartet werden. Allerdings schloss Wölki nicht aus, dass man Einzelnen eventuell weh tun müsse. „Das Allgemeinwohl der Gemeinde wiegt mehr als Einzelinteressen“, stellte er klar.

Der Grunderwerb für das Neubaugebiet ist bereits abgeschlossen. „Alle Verträge sind in trockenen Tüchern“, so Joachim Iwers. Nach Einschätzung von Bernhard Wölki könnte eventuell im Sommer nächsten Jahres mit der Erschließung begonnen werden – „wenn alles glatt läuft“.

Durch das Neubaugebiet dürfte die Nachfrage nach Kita-Plätzen weiter zunehmen. Bereits jetzt zeichnen sich Engpässe ab. „Wir müssen uns dringend Gedanken darüber machen, wie wir die zusätzlichen Kinder unterbringen“, sagte Sozialausschussvorsitzender Werner Tietje-Zander (SPD).

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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