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Festlich im Ton, frisch im Tempo

Adventskonzert in Borby Festlich im Ton, frisch im Tempo

Für ein enthusiastisches Chor- und Orchesterkonzert zum Advent erntete Kantor Heiko Henrich mit Solisten, Orchester und seiner Kantorei teils stehende Ovationen. Der Dank des Ensembles in der ausverkauften Kirche Borby für den wogenden Applaus: Die frohe Botschaft des auffordernden Chorals Jauchzet, frohlocket!

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Festlich im Ton, frisch im Tempo - das Adventskonzert in Borby.

Quelle: Beate König

Eckernförde. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ schien das Motto des Konzerts zu sein. Kantor Heiko Henrich hatte die 1. Kantate des sechsteiligen Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach und den ersten Teil des Messias von Georg Friedrich Händel zusammengestellt.

Henrich hatte ein zeitgemäß frisches Tempo für die barocken Klassiker gewählt. Der mit 80 Stimmen große Chor-Klangkörper setzte die sportliche Vorgabe ihres Leiters zupackend und elastisch um. Auch dank der Sortierung der Stimmgruppen im Altarraum, die Männer standen gut hörbar und in gutem Kontakt zum Dirigenten vorn, die Damen hinten, entstand ein homogenes Klangbild. Der Chor überzeugte durch Sicherheit bei markigen Fugeneinsätzen im Dienet dem Höchsten. Locker wirkten die Läufe im Schluss- Hallelujah. Schönster Moment bei der Zugabe: Der Swing, mit dem das Ensemble Bach sang und tanzte .

Beeindruckend geriet Jörg Sabrowski die Bass-Arie des Weihnachtsoratoriums Großer Herr, o starker König. Zuerst sachlich, dann, wie überrollt von der plötzlichen Erkenntnis, einem Wunder beizuwohnen, gestaltete der Bass seinen Part erzählerisch brillant. Große Leichtigkeit und Facettenreichtum zeichnete Florian Sievers’ Tenor aus. Sanft-tröstlich wie ein Wiegenlied strömten die Töne im Comfort ye, deutlich zupackender The Voice of him. Gabriele-Betty Klein, die für die erkrankte Anne-Beke Sontag eingesprungen war, färbte das Bereite Dich Zion mit Freude und einem herzenswarmem Ton, Constanze Berger fand nach einem verhaltenem Start im Weihnachtsoratorium zu kolibriartiger Leichtigkeit in der Arie Rejoice.

Mit federnder Frische gab das Orchester, zu dem Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Kiel zählten, den Barockwerken Präzision und Schwung. Der mittig aufgestellte Kontrabass war als markanter Rhythmusgeber gut, wirkte jedoch partienweise im Gesamtklang zu dominant.

Für Kurzentschlossene: Das Konzert am Sonntag beginnt um 17 Uhr.

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