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Vorfreude auf die Landärztin

Schinkel Vorfreude auf die Landärztin

Die Wartezeit hat ein Ende: Die Kieler Ärztin Gabriele Lorentz eröffnet am 1. Oktober dieses Jahres eine sogenannte Zweigpraxis in Schinkel. Am Mittwochabend stellte sich die 50-Jährige im Sozialausschuss vor.

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Die Kieler Allgemeinmedizinerin Gabriele Lorentz eröffnet am 1. Oktober in der „Möhl“ Schinkel eine Zweigpraxis, quasi eine Filiale.

Quelle: Jan Torben Budde

Schinkel. „Wir freuen uns, dass Sie da sind“, sprach Vorsitzender Uwe von Ahlften (ÖIS) den Mitgliedern aus der Seele. Zumal das Dorf schon fast zwei Jahre ohne Landarzt ist. Gabriele Lorentz, deren Hauptpraxis sich in Kiel-Wellingdorf befindet, wird ihre „Filiale“ in der „Schinkler Möhl“ beziehen.

 Vorher wartet in dem leer stehenden Raum noch viel Arbeit auf die Fachärztin für Allgemeinmedizin: „Ich muss ihn ja noch einrichten.“ Bisher war dort die „Dörpshölp“ untergebracht, ein ehrenamtliches Netzwerk für Nachbarschaftshilfe, das aber im Gebäude bleibt. Ein weiterer Raum im Erdgeschoss der Möhl soll der Zweigpraxis künftig als Wartezimmer dienen. Die Sprechzeiten sind donnerstags von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. „Ich wollte gern aufs Land“, erzählte die dreifache Mutter, die erst seit einem Jahr mit Ehemann Thomas und den drei Kindern im Norden wohnt. Vor dem Umzug nach Heikendorf lebte die Familie im Allgäu, wo Gabriele Lorentz ebenfalls als Landärztin praktizierte. Dann wechselte ihr Mann, den sie seit dem Studium in Kiel kennt, als Laborarzt an die Förde. Daher übernahm Gabriele Lorentz im vergangenen April die Wellingdorfer Praxis von einem Kollegen, der sich in den Ruhestand verabschiedete.

 Auf Schinkel stieß sie über die „Praxisbörse“ der Kassenärztlichen Vereinigung. Sie führte ein Gespräch mit Schinkels Bürgermeisterin Sabine Axmann-Bruckmüller (CDU) und traf die Entscheidung, in dem Dorf am Nord-Ostsee-Kanal eine Zweigpraxis zu öffnen. Sie bietet auch Naturheilkunde an.

 Ebenso kam in der Sitzung die Personalsituation in der evangelischen Kindertagesstätte Sonnenstern zur Sprache. 37 Mädchen und Jungen besuchen laut Leiterin Elisabeth Schöler zurzeit die Einrichtung mit einer Regel- und einer altersgemischten Gruppe. „Im Laufe des Jahres wird die Kita voll belegt sein“, sagte sie. Gerade in der Mittagszeit gebe es Engpässe, wenn bis zu 21 Kinder in der Kita essen. Deshalb beantragte die Leiterin, dass die Wochenstundenzahl einer dauerhaften Vertretungskraft um sechs auf 26 Stunden erhöht wird. Schöler: „20 Stunden decken die Kernzeit nicht ab.“ Die jährlichen Zusatzkosten wurden mit rund 7400 Euro beziffert. Unter der Maßgabe, dass sich außer Gemeinde und Kirche auch die Eltern daran beteiligen, sprach das Gremium eine entsprechende Beschlussempfehlung an den Finanzausschuss aus.

 Voll besetzt ist laut Bürgermeisterin auch das Flüchtlingsheim in Schinkelerhütten. 20 Menschen unter anderem aus Syrien, Afghanistan und dem Iran bringe das Amt Dänischer Wohld aktuell in dem Gebäude unter. „Damit ist die Unterkunft voll besetzt“, so Sabine Axmann-Bruckmüller. Die Asylbewerber würden vom Flüchtlingsbeirat Dänischer Wohld betreut. Das sogenannte Amtshaus in dem Schinkeler Ortsteil war zuletzt saniert worden.

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