13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
A-cappella-Musik vom Feinsten

Altenholz A-cappella-Musik vom Feinsten

Drei Stunden lang Gesang vom Feinsten gab es am Freitag in Altenholz. Gleich sechs A-cappella-Formationen stimmten beim Benefizkonzert im Eivind-Berggrav-Zentrum ihre Lieder an. Nach einem Schlusslied verabschiedeten die 300 Zuhörer die Musiker mit Standing Ovations.

Voriger Artikel
Jetzt kehrt Ruhe ein
Nächster Artikel
Marineschiff „Main“ startet zu EU-Einsatz

Als jüngste A-cappella-Formation überzeugt das Quintett Emma mit Pophits.

Quelle: Rainer Krüger

Altenholz. Schon seit Wochen war die zehnte Auflage des A-cappella-Abends auf Einladung des Rotary-Clubs Eckernförde-Dänischer Wohld ausverkauft. Sechs Gruppen hatte Organisatorin Jutta Johannsen beim Jubiläumskonzert für ein abwechslungsreiches XXL-Programm zusammengebracht. Gesungen wurde zugunsten der Jugendarbeit im Dänischen Wohld. Obwohl Johannsen das Programm prall gefüllt hatte, nahm sie sich die Zeit, um deutlich zu machen, wofür die Einnahmen eingesetzt werden. „Wir unterstützen zum Beispiel das Schulzentrum in Gettorf beim Förderunterricht. In Altenholz haben wir den Fußballern bei der Fahrt zum Gothia-Cup geholfen“, sagte sie. Auch Flüchtlingsarbeit habe der Rotary-Club im Blick.

 Jede der Gruppen überzeugte das Publikum mit seinem Können. Den Anfang machte das Oktett Eight Voices um den Kronshagener Musiklehrer Claus Merdingen. Seine Version des 80er-Jahre- Hits Take On Me ließ den Oldie der Popband A-ha zu einem neuen Klangerlebnis werden. Als jüngste Gruppe des Abends präsentierte das Quintett Emma eine dynamische Mischung zwischen Boygroup-Disco, Pop, Soul und auch Metall. Auch die Erfolgsnummer 7 Years von Lukas Graham gehörte zum Programm der Kieler und sorgte für Gänsehautstimmung. Gleich zwölf Frauen und sieben Männer sangen im Chor Teepunsch aus Postfeld. Mit der agilen Dirigentin Frauke Pansegrau gelang ihnen unter anderem das Kunststück, den Rammstein-Song Engel als Chorwerk zu singen.

 Nach 20 Minuten Pause zeigte Schleswig-Holsteins A-cappella-Szene, dass sie noch mehr zu bieten hat. Die Frauen und Männer von Ton-Art knüpften dabei an die Tradition der Comedian Harmonists an. Bei deren Evergreen Lass mich dein Badewasser schlürfen durften die beiden Tenöre Heiner Feilke und Jan Köster besingen, was sie alles für ihre Liebste tun würden.

 Wieder mehr in Richtung aktuellen Pop ging es mit dem Quartett Nur Wir. Zum Ende ihres Auftritts zelebrierten Sänger aus der Landeshauptstadt erfolgreichen Schlager-Kult. Zum Wolfgang-Petry-Dauerbrenner Wahnsinn ging Tenor Henning Paulsen schließlich sogar durchs Publikum. Die Tuchfühlung wurde honoriert: An den richtigen Stellen kam der „Hölle“-Refrain von den Gästen. Als wohl häufigster Gast beim Altenholzer Festival – es war zum siebten Mal dabei – setzte das Quintett Multiple Voice aus Kiel den Schlusspunkt. Dabei glänzte der neue Tenor Heiko Bilitewski selbstironisch im Anti-Liebeslied Nur für dich von den Wise Guys. Andächtig wurde es, als die Fünf das Halleluja von Leonard Cohen sangen. Der Song war das Ende des regulären Programms. Doch damit ließen die Gruppen es nicht bewenden: Alle kamen zu einem gemeinsamen Schlusslied zusammen. Mit Der Mond ist aufgegangen nahm der vereinte A-cappella-Chor bei Standing Ovations Abschied von Altenholz.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3