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Hoffnung für Hoheneck

Altenholz Hoffnung für Hoheneck

Es gibt einen Silberstreif am Horizont für die Villa Hoheneck in Altenholz. Das städtebauliche Gutachten für die Fortentwicklung des Ortsteils Knoop am Nord-Ostsee-Kanal setzt die klare Priorität für den Erhalt.

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Markierte Parkflächen machen die Knooper Landstraße eng. Trotz Tempo 30 wird gerast.

Quelle: Cornelia Müller

Altenholz. Gespräche mit dem möglichen Investor für das Privatgrundstück unterhalb der Hochbrücke sind schon im Gang.

 Die 10000-Einwohner-Gemeinde hat das Gutachten durch die Lübecker BCS-Städtebau unter Leitung von Kerstin Langmaack anfertigen lassen. Dafür hatte man sich nach den Protesten von Altenholzern, aber auch Kielern und Bürgern aus Umlandgemeinden gegen einen geplanten Abriss des ehemaligen Biergartenrestaurants entschieden. Die Kommunalpolitiker aller fünf Parteien im Rathaus waren sich einig: Der kleinste Ortsteil Knoop mit seinen 250 Einwohnern braucht einen klar abgesteckten Entwicklungsrahmen, bevor eine B-Planänderung für neue Wohnungen auf dem Hoheneck-Grundstück eingeleitet wird.

 Die Knooper Probleme beschränken sich nicht auf das emotional aufwühlende Thema Abriss eines ortsbildprägenden einfachen Kulturdenkmals. Für Unmut sorgen seit einigen Jahren auch die massiven „Kapitänsvillen“ in erster Reihe über dem Kanal. Die Park- und Verkehrssituation löst Konflikte aus. Das Kleingartengebiet sowie Grünflächen haben Entwässerungsprobleme. Das Gewerbegebiet ist zu klein. „Das alles ist bei der Bürgerwerkstatt sehr deutlich geworden. Alle Anregungen sind in das Gutachten mit eingeflossen. Ortsentwicklung geht nur mit den Bewohnern“, erläuterte Stadtplanerin Stephanie Eilers am Montagabend vor dem Bau- und Umweltausschuss.

 Diese Erfordernisse sieht BCS: „Das Hoheneck ist als architektonisch prägendes Gebäude unbedingt zu erhalten.“ Zwar sei die Villa „extrem sanierungsbedürftig“, aber zu retten. Eine zusätzliche Wohnbebauung im eingeschossigen Einfamilienhausstil sei an den Grundstücksrändern verantwortbar, nicht aber in der Mitte. „Die Sichtachse ist zu erhalten. Eine Riegelbebauung muss ausgeschlossen werden.“ Der Architekt des Investors werde in Kürze ein neues Modell präsentieren, das dem Rechnung trage.

 Für alle drei Teilbereiche des Wohngebiets entlang der Knooper Landstraße sollten Baufenster, Geschossflächenzahl, Höhe, Stellplätze, Dachformen und -neigung festgesetzt werden, um Überraschungen vorzubeugen. Entwicklungspotenzial für Wohnungen sehen die Planer in der moderaten Nachverdichtung. Private Grünflächen sollen erhalten bleiben, öffentliche für die Naherholung genutzt werden. Die Einfahrten zur Knooper Landstraße und zum Friedrich-Voß-Ufer sollten Raser ausbremsen. Rad-, Reit- und Wanderwege sind fortzuführen, ein Kinderspielplatz ist zu schaffen.

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