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Kindergarten setzt auf Durchmischung

Altenholz Kindergarten setzt auf Durchmischung

Offenheit gehört zum Konzept des geplanten Kindergartens an der Claus-Rixen-Schule: Viele Räume werden gruppenübergreifend genutzt. Mehr Offenheit hätten sich Gemeindevertreter von CDU und FDP hingegen von der Verwaltung gewünscht.

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An der Claus-Rixen-Schule haben die Vorbereitungen für den Kita-Neubau begonnen: Der Knick am früheren Verkehrsübungsplatz wurde bereits abgeholzt.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. Für das Fehlen detaillierter Kosten in den Unterlagen gab’s einen Rüffel.

Viel Erde wird in diesem Jahr an der Klausdorfer Straße bewegt: Die Arbeiten zur Kanalsanierung zwischen Knooper Kreisel und Claus-Rixen-Schule haben bereits begonnen. Etwa ab Mai wird dann das neue Baugebiet am Dehnberg, gegenüber der Grundschule, erschlossen. Und voraussichtlich im Juli starten die Kita-Arbeiten auf dem früheren Verkehrsübungsplatz an der Klausdorfer Straße. Zur Vorbereitung wurde der Knick am Gelände bereits umgelegt.

Im Bauausschuss am Dienstag stellte ein Vertreter des Planungsbüros das Baukonzept für den Kindergarten mit fünf Gruppen vor. Knotenpunkt des L-förmigen Baus, der komplett mit Holzfußboden versehen werden soll, ist eine Bewegungshalle. Östlich davon liegen die drei Krippenräume, südlich davon die zwei Räume der Elementargruppe. Das Konzept des voraussichtlichen Trägers sieht aber gruppenübergreifendes Agieren und eine Durchmischung vor, erklärte der Planer: „Die Kinder können sich in vielen Räumen aufhalten.“ Auch die Flure dienen als Spielzonen, „die Fläche ist gut genutzt.“ Es gibt einen sogenannten Snoozelraum, eine Bibliothek und ein Kindercafé, in dem alle Jungen und Mädchen essen werden. Viele tiefe Fenster bieten dem Nachwuchs zudem gute Aussichten.

Außen bekommt der Bau ein massives Mauerwerk und ein leicht geneigtes Satteldach aus Metall: „Ein Gründach würde etwa 50000 Euro mehr kosten.“ Farblich wird der neue Kindergarten eher neutral, in erdigen Tönen, gestaltet: „Keine bunte Vielfalt – die Kinder sollen das alles selbst machen mit den Farben.“

Kosten wird der Neubau rund 2,4 Millionen Euro, erklärte der Planer: Darin sei von Planungskosten über Spielgeräte bis zur Brandschutzprüfung alles enthalten. Klaus Reese (CDU) vermisste in den Sitzungsunterlagen der Verwaltung allerdings eine detaillierte Kostenaufstellung: „Ich soll beschließen, ohne dass ich ansatzweise weiß, worum’s geht.“ Auch Dirk Ryll (FDP) fehlte die Kostentransparenz: „So geht es nicht.“

Im Sozialausschuss am Tag zuvor habe man darüber ebenfalls viel diskutiert, erklärte Mike Buchau (CDU). Er warb deshalb dafür, in der Gemeindevertretung am 23. März detailliert zu beraten. Die Verwaltung solle dafür zeitnah die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung stellen. Es sei allerdings klar, dass man eine fünfzügige Kita nicht für 100000 Euro weniger bekomme.

Die Kosten waren bereits im Haushalt 2016 enthalten, erklärte Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD). Er sei davon ausgegangen, dass darüber schon beraten wurde. Ehrich kritisierte, er wäre dankbar für eine Anfrage zu den Kosten im Vorwege gewesen. „Das habe ich letzte Woche angefordert“, entgegnete ihm allerdings Karen Weisheit (CDU).

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Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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