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Villa Hoheneck: Kritik an der Bebauung

Altenholz Villa Hoheneck: Kritik an der Bebauung

In die Rettung der Villa Hoheneck in Altenholz-Knoop kommt Bewegung: Nachdem lange mit Behörden um Schallschutzfragen gerungen wurde, ging es im jüngsten Bauausschuss einen Schritt voran im Verfahren. Grünen-Vertreterin Silke Worth-Görtz kritisierte allerdings das Ausmaß der Bebauung.

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Was bleibt von der Villa Hoheneck nach der Bebauung noch von der Straßenseite aus sichtbar: Diese Frage tauchte im Bauausschuss auf. Unter anderem ist links vor der Villa ein Neubau geplant.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. Angesichts der vorgestellten Pläne hinterfragte sie zum Beispiel, wie viel von der 1902/03 errichteten Villa am Ende noch von der Straße aus zu sehen sein wird. Auf dem Gelände am Nord-Ostsee-Kanal sind zusätzlich zum quadratischen Putzbau mit dem auffälligen Eckturm drei neue Wohngebäude geplant. Tatsächlich wirkte es auf den vom Planer vorgestellten Plänen so, als ob eines der neuen Gebäude einen guten Teil der Villa zur Straße hin verdecken würde.

18 große Bäume weichen für Bebauung

Man habe bei der städtebaulichen Entwicklung in Knoop „gewisse Entwicklungsziele“ gehabt, erklärte Silke Worth-Görtz. So sollte die Villa als bestimmendes Element am Friedrich-Voß-Ufer erhalten bleiben. Zudem kritisierte sie, dass viele alte Bäume dem Bauprojekt zum Opfer fallen: „Das ist keine Kleinigkeit mehr.“ Sie könne auch die Bedenken der Nachbarn in Sachen Grünbestand nachvollziehen. Laut Planungen müssen 18 große Bäume weichen. Dafür sollen 26 neue gepflanzt werden – nicht auf dem Gelände, aber möglichst in der Nähe „Der Erhalt der Villa wäre auch mit weniger Masse und mehr Klasse gelungen“, war die Grünen-Vertreterin überzeugt. Allerdings betonte sie nach ihrer Kritik auch ausdrücklich: „Es ist total toll, dass die Villa erhalten werden kann!“

Drei Wohngebäude geplant

Eigentlich hatte Eigentümer Sven Olsen aus Flensburg gehofft, bereits im Mai/Juni mit den Arbeiten auf dem Gelände loslegen zu können. Er plant dort neben dem Erhalt der Villa drei Wohngebäude mit bis zu 17 Wohnungen. Auch stilles Gewerbe sei möglich, zum Beispiel durch Anwälte oder Architekten. Ein Komplex soll sich direkt ans bestehende Gebäude anschließen. Die alte Villa soll nach Angaben des Eigentümers das höchste Gebäude bleiben.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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