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Polizei ermittelt: Wieder Pferd misshandelt?

Altenholz Polizei ermittelt: Wieder Pferd misshandelt?

Gibt es einen neuen Fall von Pferdemisshandlung? In Altenholz besteht zumindest der ernste Verdacht. Tanja Schütt, seit vier Jahren Pächterin des Ponyhofes Doose in Altenholz-Knoop, berichtet von einem vermeintlichen Übergriff am Freitagabend.

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Die Polizei ist auch über den neuesten Fall der Tierquälerei informiert.

Quelle: Ulf Dahl (Symbol)

Altenholz. „Die Pferde waren noch am nächsten Morgen besonders unruhig. Dadurch wurden wir aufmerksam. Bei einem Einstellpferd zeigte sich eine so starke allergische Reaktion am Maul, dass wir den Tierarzt rufen mussten“, sagt die Pächterin. Der habe auch unter den Schweif geschaut und dort Verletzungen festgestellt. „Wir gehen aber davon aus, dass der Täter gestört worden ist“, sagt die 45-Jährige, die sich wundert, wie jemand unerkannt zu den Pferden kommen konnte.

„Wir haben hier alles durch Kameras überwacht“, berichtet sie weiter. Doch habe der unwillkommene Besucher wohl ein Schlupfloch gefunden, was für dessen eingehende Ortskenntnisse spreche. Zudem habe der Hof nur eine Zugangsstraße. „Der ist ein hohes Entdeckungsrisiko eingegangen“ – mutmaßt die Pächterin, genau wie vor wenigen Wochen in Felm, wo mitten im Dorf die Stute Goldi auf dem Hof von Caro Honerlagen so schwer misshandelt wurde, dass sie eingeschläfert werden musste (KN berichteten). Der Vater der Reiterin hat inzwischen eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgelobt für Hinweise, die zur Ermittlung des oder der Täter führen. „Unsere Familie hofft, dass die Belohnung helfen kann, weitere Hinweise verwerten zu können“, so Honerlagen. Die Reiterszene ist aktuell durch die Vorfälle in Kiel-Pries mit zwei Pferden, Felm und Altenholz mit jeweils einem Pferd zutiefst verunsichert. Besonders macht den Pferdehaltern zu schaffen, dass der Täter über genaue Ortskenntnisse verfügen muss und ein hohes Risiko nicht scheut.

Die Polizei ist in allen drei Fällen eingeschaltet und bittet um Mitteilungen an das Revier Rendsburg, das die Ermittlungen übernommen hat, und unter Tel. 04331/208202 erreichbar ist. Vor blindem Aktivismus allerdings warnen die Beamten. Auf keinen Fall sollten sich die Pferdehalter selbst in Gefahr begeben. Stattdessen könnte eine Ausstattung der Pferdehöfe mit Bewegungsmeldern für Licht und einer Kameraüberwachung mit Videoaufzeichnung für eine gewisse Sicherheit sorgen. Zu bedenken sei jedoch, das die Kameraüberwachung nur den eigenen und nicht den öffentlichen Raum abdecke.

Rainer Wetzel, Sprecher von der Polizeidirektion Neumünster, betonte schon im Fall Felm, dass man auf die Unterstützung der Bevölkerung und deren Beobachtungen hoffe.

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5000 Euro Belohnung
Foto: Die Polizei sucht weiter Zeugen zur Tierquälerei in Felm.

Der Eigentümer eines in Felm traktierten Ponys hat eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Täters führen. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Tierärzte mussten das Pony nach der Tat zwischen dem 17. und 18. Februar trotz der Behandlung in einer Klinik einschläfern.

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