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Dringend Wohnraum gesucht

Altenholz Dringend Wohnraum gesucht

15 Flüchtlinge hat Altenholz 2016 bereits aufgenommen, an diesem Dienstag kommen acht weitere dazu. Weil es kaum noch Wohnraum gibt, sollen mit einem Dreistufen-Modell kurz-, mittel- und langfristig Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden. Darüber berät der Bauausschuss am nächsten Montag.

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Um schnell Unterkunftsmöglichkeiten für Flüchtlinge in Altenholz zu schaffen, könnten am Schoolredder neben dem Südzugang zum Park Wohnanlagen für Familien aufgestellt werden.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. Die Verwaltungsvorlage für die Sitzung verdeutlicht das schwierige Umfeld, in dem Gemeinden die Unterbringung von Flüchtlingen regeln müssen. So heißt es darin, dass sich ändernde Rahmenbedingungen „keine Chance lassen“, belastbare Konzepte „mit zumindest mittelfristiger Perspektive für Asylbewerber und Flüchtlinge zu entwickeln und zu kommunizieren“. Dabei geht es um weitreichende Investitionen: So schätzt die Verwaltung die Baukosten für eine Gemeinschaftsunterkunft in Mobilbauweise für etwa 100 Menschen auf rund zwei Millionen Euro.

 Vorgeschlagen wird dafür eine Fläche nördlich der Altenholzer Straße, etwa gegenüber dem Friedhof. Sie ist an einen Landwirt verpachtet, der Vertrag müsste gekündigt werden. Es gibt weitere Unsicherheitsfaktoren: Zwar stellte der Kreis eine Bauerlaubnis in Aussicht, doch das Gebiet ist zurzeit als Sport- und Freizeitanlage festgesetzt. Zugunsten mobiler Flüchtlingsunterkünfte ist eine Befreiung von den Vorgaben möglich, allerdings nur für drei Jahre. Eine Verlängerung „erscheint möglich, ist jedoch nicht gewiss“, heißt es in der Vorlage. Der Gemeinde bliebe aber eine weitere Möglichkeit, um eine unbefristete Bauerlaubnis für die Unterkunft zu bekommen.

 Bis im ersten Bauabschnitt nördlich der Altenholzer Straße Platz für 50 Menschen geschaffen werden könnte, dürften allerdings mindestens sechs, eher mehr Monate vergehen. Die Gemeinde benötigt aber rascher Wohnraum. Bei einer schnellen Entscheidung bestünde die Chance, eine Modulbau-Anlage für etwa 580000 Euro zu erwerben, erklärte Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD). Dann könnte Altenholz in zwei einstöckigen Komplexen auf einer Grünfläche am Schoolredder und in der Königsberger Straße jeweils bis zu 20 Personen unterbringen. Am Schoolredder wären Familien denkbar, in der Königsberger Straße Männer, erklärte Ehrich. Bei einem Kauf stünden diese Gemeinschaftsunterkünfte Anfang oder Mitte März zur Verfügung. Die Nachbarn würden über Hauswurfsendungen informiert, so der Bürgermeister. Die Bau- und Betriebskosten mobiler Unterkünfte sollen über kostendeckende Benutzungsgebühren refinanziert werden.

 Außerdem hofft die Gemeinde, einen Investor zu finden, der südlich der Danziger Straße in konventioneller Bauweise Sozialwohnungen errichtet, die möglicherweise zunächst auch von Flüchtlingen genutzt werden. Baubeginn sollte möglichst noch in diesem Jahr sein.

 Weitere Themen im Bauausschuss sind unter anderem der Sachstand zum Neubau eines Nahversorgers in Stift, eine Vorschlagsliste für barrierefreie Bushaltestellen und die Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht in der Klausdorfer Straße (K19).

 Der Bau- und Umweltausschuss tagt am Montag, 25. Januar, um 17 Uhr im Ratssaal, Allensteiner Weg 2-4, in Altenholz.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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