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Kfz-Zulassungsstelle soll bleiben

Altenholz will kämpfen Kfz-Zulassungsstelle soll bleiben

Die Gemeinde Altenholz will versuchen, für die Bürger die Kfz-Zulassungsstelle im Gewerbegebiet Lehmkaten zu erhalten. Die Ankündigung des Kreises, die Außenstellen in Altenholz, Eckernförde und Hohenwestedt zu schließen, stößt auch bei Bürgern auf Kritik.

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Hannah (5) und Anja Franke-Schwenk wollen das Nummernschild am neuen Auto befestigen. Die 38-Jährige arbeitet in Kiel und nutzt gerne die Zulassungsstelle in Altenholz: „Ich fand das immer sehr praktisch.“

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. Es ist ein stetiges Kommen und Wegfahren von Autos an diesem Montagvormittag auf dem Parkplatz der Zulassungsstelle an der Teichkoppel. Und der Tenor der befragten Besucher ist einhellig: Durch die Einrichtung in Altenholz sparen sie viel Zeit.

 „Katastrophal“ findet Hugo Münster aus Noer die Ankündigung des Kreises. Mit seiner Frau hat er in Altenholz ein Auto angemeldet: „Man kam gleich ran.“ Auch Ingrid Münster gefällt es nicht, dass sie dafür künftig nach Rendsburg fahren soll: „Und dann müssen sie da auch die Kapazitäten erhöhen.“ Anja Franke-Schwenk (38) befestigt gerade mit Tochter Hannah die Kennzeichen am neuen roten Auto. Für die Bredenbekerin wäre die Kfz-Zulassungsstelle in Rendsburg zwar gut zu erreichen. Da sie und ihr Mann aber in Kiel arbeiten, „fanden wir das hier immer sehr praktisch“, sagt die 38-Jährige. Schnell, unproblematisch – und „die Mitarbeiter sind sehr freundlich“. „Schade, dann muss man immer nach Rendsburg fahren und dort lange Wartezeiten in Kauf nehmen“, befürchtet Hans-Joachim Reese (79) aus Grevenkrug.

 Man müsse den Beschluss im Hauptausschuss des Kreises am 5. November abwarten, sagt Manfred Luckau, Fachbereichsleiter im Amt für Bürgerdienste der Gemeinde Altenholz. Aber „man nimmt den Menschen eine Menge an Bürgerfreundlichkeit“, wenn die drei Außenstellen wegfallen, kritisiert er. Rendsburg-Eckernförde ist mit fast 2200 Quadratkilometern der flächengrößte Kreis in Schleswig-Holstein. Natürlich, sagt Luckau, müsse man schauen, wie sich die onlinebasierte Zulassung von Autos ab 2017 auswirke. Aber er plädiert dafür, nicht schon jetzt „von 100 auf Null“ zu schrumpfen.

 Altenholz habe neben Händlern zudem „erhebliche private Besucher“, so Luckau. Auch wenn er keine aktuellen Zahlen nennen kann, sei die Nutzerfrequenz seit Jahren stabil. Etwa 75 Prozent der Fälle betreffen den Kreis Rendsburg-Eckernförde, der Rest die Landeshauptstadt Kiel. Gerade am Quartalsende sei viel los: „Dann geht es Schlag auf Schlag, wie am Fließband.“ In der Außenstelle Altenholz arbeiten fünf Mitarbeiter der Gemeinde im Auftrag des Kreises sowie ein Mitarbeiter des Kreises.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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