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Lebenshilfe macht Theater

Altenholz Lebenshilfe macht Theater

Was für ein Theater! Statt eines Mähdreschers fährt der Bauer mit einem Schiff auf die Bühne, die später noch von Zwergen und der Stimme der Vernunft bevölkert wird. Es handelt sich um die turbulente Aufführung der Lebenshilfe Altenholz. Immer im Advent haben alle ihren großen Auftritt.

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Zum großen Finale des Theaterstücks eroberte auch noch der Nikolaus die Bühne im Altenholzer Eivind-Berggrav-Zentrum.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. Schlümpfe und Nonnen sind auch dabei - kein Wunder also, dass sich die Clubmitglieder der Lebenshilfe Altenholz bei ihrer turbulenten Theateraufführung im Stifter Eivind-Berggrav-Zentrum fragen: „Welches Stück spielen wir eigentlich?“ Umso verlässlicher ist für sie, Angehörige und Förderer seit Jahrzehnten ein Termin in Altenholz: die Adventsfeier am ersten Freitag im Dezember.

 Die Lebenshilfe, 1958 in Marburg gegründet, hat bundesweit nach eigenen Angaben über 100000 Mitglieder. Der Ortsverein Altenholz und Umgebung wurde 1967 gegründet – mit dem Ziel, bessere Lebensbedingungen für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien zu schaffen. Dazu trägt der Freizeit- und Inklusionsclub bei, der den volljährigen Mitgliedern mit Behinderung zweimal pro Woche Freizeitangebote macht. Da wird gemalt, gebastelt, Sport gemacht, werden Ausflüge unternommen – und jedes Jahr wird ein Theaterstück entwickelt. „Es ist seit etwa 15 Jahren ein wesentlicher Beitrag zur Adventsfeier“, erklärt André Delor. Er hat das am Freitagabend aufgeführte Stück nach Ideen des Clubs geschrieben. 25 bis 30 Mitspieler haben dafür seit dem Frühjahr Ideen gesammelt. Diesmal präsentierten sie gleich mehrere Stücke in einem und nahmen dabei das Theaterspielen humorvoll auf die Schippe.

 61 Mitglieder hat der Verein insgesamt. Das Freitzeitclub-Angebot dient auch dazu, den Angehörigen der Menschen mit Behinderung Entlastung zu bieten. Die Altenholzer Lebenshilfe-Vorsitzende Doris Bommes dankte auf der Adventsfeier allen Unterstützern, denn die gesamte Vereinsarbeit wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

 So richtete der Round Table 79 wieder die Adventsfeier aus und baute auch gemeinsam mit den Laienschauspielern die Kulissen. Bommes dankte ebenso der Kirche, die kostenlos Räume für die Lebenshilfe zur Verfügung stellt, und mehreren Rotary-Clubs.

 „Wir fühlen uns in Altenholz wohl und leben hier mitten in der Gesellschaft“, sagte Bommes. Genau das sei es, was die Menschen mit Behinderung möchte: so leben wie alle anderen.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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