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Erster Aufschlag für Projekt Prinzenstraße

Altes Lohnert-Gelände Erster Aufschlag für Projekt Prinzenstraße

Schon lange wird an einem Verbrauchermarkt auf dem alten Lohnert-Gelände in der Prinzenstraße gearbeitet. Doch jetzt soll das Nahversorgungs-Projekt für den östlichen Bereich Eckernfördes langsam konkret werden. Mittwochabend beriet der Gestaltungsbeirat – allerdings ohne Ergebnis.

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Wohnhaus, Arbeitsagentur und im hinteren Bereich eine große Lagerfläche – dieses Areal soll für das Projekt „Wohnen und Einzelhandel an der Prinzenstraße“ verkauft werden.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Bauamtsleiter Roy Köppen stellte das Projekt zunächst grob vor. Seit 2003 beschäftigt die Verwaltung das Entwicklungsgebiet an der Prinzenstraße. Die Fläche des ehemaligen Baugeschäfts Lohnert soll veräußert werden. Dabei handelt es sich um ein 22000 Quadratmeter großes Areal auf dem zur Straße hin ein altes Wohnhaus und das für die Arbeitsagentur angemietete Gebäude stehen. Im hinteren Bereich befinden sich kaum mehr genutzte Lagerflächen sowie Garagen.

Geplant sind auf diesem Areal Wohneinheiten und zur Straße hin Einzelhandel. Wobei laut Köppen der Verbrauchermarkt nicht als überörtlicher, sondern „standortnaher“ Versorger konzipiert werden soll. Das Stadtentwicklungsbüro CIMA ermittelte hier Bedarf für einen Einzelhandel mit maximal 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche. Die Wohngebäude – derzeit sind etwa 75 bis 85 Wohneinheiten geplant – sollen teils über den angrenzenden Bolzplatz erschlossen werden. Hier müsse über einen Ersatz oder eine Verlegung des Platzes nachgedacht werden, so Köppen.

Die eigentliche Beratung der ersten Bebauungsvorschläge für den B-Plan „Wohnen und Einzelhandel an der Prinzenstraße“ fand im Gestaltungsbeirat in nichtöffentlicher Sitzung statt. Kurzfristig hatte man sich nach einem Ortstermin darauf verständigt. Grund: Noch gibt es keinen Konsens zur Anordnung und Größe der geplanten Baukörper. Der Beirat empfiehlt eine Überplanung des Entwurfs. Unklar ist außerdem noch, ob die Arbeitsagentur über dem Verbrauchermarkt integriert wird, oder an einen anderen Standort zieht. Für die Aufstellung des B-Plans ist das laut Köppen aber keine grundsätzliches Problem.

Noch unentschieden ist nach Angaben von Bürgermeister Jörg Sibbel, ob die Parkplätze hinter oder vor dem Einzelhandel angelegt werden. Der Beirat favorisiert Parkplätze hinter dem Gebäude, Marktbetreiber hingegen präferieren in der Regel Parkplätze vor dem Gebäude. Hier müsse man noch Rückmeldungen abwarten, so Sibbel. Eventuell müsse sonst die Politik entscheiden, wie städtebaulich wichtig für dieses Projekt die Parkplatzfrage sei.

Im Westen Borbys soll mit dem Entwurf des B-Plans Käthe-Kollwitz-Straße eine Siedlung in ihrer Einheit erhalten bleiben. Unpassende Auswüchse durch Um- oder Neubauten möchte die Stadt verhindern. Der Entwurf sieht darum die Beibehaltung der Eingeschossigkeit vor und macht Vorgaben unter anderem zu Gauben, Fenstern und den Vorgartenzonen, die frei von Garagen und Carports bleiben sollen. Um Hausbesitzern Erweiterungsoptionen zu belassen, schlägt der Planer „Baufenster“ vor für kleinere Anbauten im rückwärtigen Bereich.

Der Beiratsvorsitzende Helmut Riemann maß der Käthe-Kollwitz-Straße die „Qualität eines Flächendenkmals“ zu. Er forderte ein „noch sensibleres Herangehen“ an den Bebauungsplan, um die Besonderheiten dieser in sich harmonischen Siedlung zu bewahren. Planer Luis Gomes Martinho berief sich zwar auf das Verhältnismäßigkeitsprinzip. So sollte das Wohnen nicht zu stark reguliert werden. Beiratsmitglied Teja Trüpe gab allerdings zu bedenken, wenn man zu viel zulasse, können die Siedlung ihre Qualität verlieren und sich zur Gesichtslosigkeit hin entwickeln.

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Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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