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Freibeuter entern die Stadt

Piratenspektakel Freibeuter entern die Stadt

Klar zum Entern in Eckernförde! Die Hansekogge „Ubena von Bremen“, ein Segler wie zu Störtebekers Zeiten, hat festgemacht am Kai. Natürlich ist das Schiff, das 1962 anhand eines aus dem Schlick geborgenen Originals gebaut wurde, in den Überfall der Kornersfjord-Piraten verwickelt.

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Spannung vorm Piratenspektakel: Die Mannschaft der Hansekogge „Ubena von Bremen“ lugt schelmisch über die Reling achtern. Noch ist die Crew sicher vor den Freibeutern. (Foto: CORNELIA MÜLLER)

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. „Das Wie ist Geheimnis bis Freitagabend“, sagt Sylvia Frabowski-Fillmer. Auch sie trägt dann Piratenkleider. „Wir sind gespannt, wie alles ausgeht“, geben selbst Käpt’n Silberlocke alias Andreas Petersen und Hansjürgen Pietsch von der „Ubena“ zu. Die zehn Mann (und Frau) sind gewappnet, wenn über 100000 Besucher Stadt, Strand und Hafen beim dreitägigen Piratenspektakel im Griff haben. Die Kogge legt Sonnabend und Sonntag zu Gästefahrten ab (10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr). Eventuell gibt es auch am Freitag um 15 Uhr einen Minitörn.

 Um 17 Uhr taucht am Freitag von See die Piratenmeute am Strand auf. Beim Überfall auf Eckernförde gibt es Krach, Rauch und Überraschungen, bevor die Freibeuter um 18 Uhr das Rathaus einnehmen. Bürgermeister und Bürgervorsteherin fallen vor johlender Menge in ihre Hand. Und wer hätte das gedacht: Der Ordnungsamtschef ist ein heimlicher Verbündeter und gibt grinsend die Stadtkasse heraus. Weiter geht das Drama im Piratendorf am Strand. Den Überblick verschafft da die Tour im 50 Meter hohen Riesenrad. „Der Blick aufs Spektakel raubt auch mir den Atem“, gibt die Eigentümerin Lydia Domke zu. Sie kann nur vorab eine Runde in einer der 32 Gondeln drehen. „Schade, dass ich dann unten arbeite.“

 Am Sonnabend zieht das Piratenvolk über den Wochenmarkt und durch die Stadt – „klaufen“ ist das Motto. Was die illustren Gesellen erbeuten, landet auf dem Tombolatisch und im Kochtopf des Piratendorfs, wo die Kids Spaß haben. Von hier verfolgt man einen weiteren Überfall (14 Uhr) und Piratenkämpfe (17 Uhr). Für die Älteren dürfte an dem Tag die Neue-Deutsche-Welle-Band Extrabreit ein Höhepunkt sein. Um 21.15 Uhr macht sie auf der Hafenbühne Alarm. Mehr heiße Mucke gibt es Sonntagabend, während am Tage die Piraten überall ihr Unwesen treiben. Um 21.30 Uhr ziehen sie zufrieden mit Fackeln ab zum Strand. Eckernförde verabschiedet sie zum Dank für drei tolle Tage mit riesigem Feuerwerk über dem Wasser ab 22.40 Uhr.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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