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Diese Kisten sind der Renner

Am Sonnabend in Tüttendorf Diese Kisten sind der Renner

Gleich mit zwei Boliden will die Familie Rahn aus Gettorf an diesem Sonnabend beim 6. Tüttendorfer Seifenkistenrennen angreifen. Nach den letzten Testfahrten auf dem Parkplatz an der Isarnwohld-Schule steht fest: Die Konkurrenz muss sich ganz warm anziehen.

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Letzter Testlauf im Gettorfer Buchenweg: Michael Rahn (von rechts) mit Tochter Franka (12), Sohn Felix (16) und Nachbarsjunge Michael (12). Am Sonnabend wollen sie in Tüttendorf mit ihren Seifenkisten an den Start gehen.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf/Tüttendorf. Das namenlose Gefährt, mit dem Felix Rahn (16) und Nachbarsjunge Michael Wieck (12) als Team „Die Schneckenschubser“ an den Start gehen, hat bereits reichlich Wettkampferfahrung: zweimal Großer Preis von Tüttendorf (einmal dritter, einmal vierter Platz) sowie je ein Seifenkistenrennen in Holtenau und zur Kieler Woche in der Bergstraße. „Bei den letzten Testläufen haben wir Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 30 Stundenkilometern erreicht“, berichtet Michael, der in Tüttendorf am Steuer sitzen wird. Als Anschieber fungiert Felix. Für den Schüler stellt jetzt vor dem Rennen vor allem die Frage: Können durch den neu angebrachten Anschiebbügel eventuell ein paar wertvolle Sekunden herausgeholt werden? Am Sonnabend wissen wir mehr.

 Beeindruckend ist die High-Tech-Ausstattung, die Tüftler Felix der Rennmaschine spendiert hat. Musikanlage, Cockpit- und Unterbodenbeleuchtung – es wurde an nichts gespart. Echte Hingucker sind auch das aus einer Küchen-Arbeitsplatte gefertigte Holzlenkrad und der grün-weiß gestreifte Sportsitz, handgenäht von Felix’ Mutter Manuela Rahn.

 Die windschnittige Sperrholzkarosserie trägt die Handschrift von Michael Rahn. Der Prüfstandsleiter bei Sauer & Sohn Maschinenbau in Friedrichsort hat jetzt auch für seine Tochter Franka einen vierrädrigen Rennwagen, eigentlich ein Rennpferd, gebaut. Beim Bau der Seifenkiste ließ er sich von Pippi Langstrumpfs Pferd Kleiner Onkel inspirieren – und genauso heißt das gute Stück auch. Dass Franka beim Seifenkistenrennen mit einem hölzernen Ross antritt, kommt nicht von Ungefähr. „Ich reite seit meinem sechsten Lebensjahr“, verrät die Zwölfjährige, die am Sonnabend das Lenkrad in der Hand behält. „Die Rolle des Anschiebers übernehme ich“, sagt Michael Rahn, der mit seiner Tochter auf einen guten Platz im vorderen Mittelfeld hofft. Wer weiß, vielleicht dürfen Michael und Franka Rahn ja auch einen Sonderpreis für die originellste Seifenkiste mit nach Hause nehmen. Ein echter Pferdesattel als Fahrersitz und eine prächtige dunkelbraune Mähne aus Sisal – der Kleine Onkel macht optisch wirklich etwas her. Jetzt muss sich nur noch zeigen, ob er in der Lage ist, der Konkurrenz in Tüttendorf wegzugaloppieren.

 Die Rahns und Nachbarsjunge Michael hoffen auf viele Schlachtenbummler aus Gettorf, die ihnen an der Rennpiste in der Alten Dorfstraße die Daumen drücken.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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