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Der Ouzo steht schon kalt

Altenholz Der Ouzo steht schon kalt

Gute Nachrichten für Altenholz: Nach rund sechsmonatiger Zwangspause können Lazaros und Spiridon Kostas am kommenden Sonntag, 14. Juni, die Pforten ihres neuen Restaurants Hellas öffnen.

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Fit für den Familientisch

Lazaros (links) und Spiridon Kostas freuen sich auf jede Menge Gäste im neuen „Hellas“ – und die Altenholzer können’s offenbar auch kaum erwarten. „Wir werden jeden Tag mindestens 50 Mal gefragt, wann es denn nun endlich losgeht“, berichtet Lazaros Kostas.

Quelle: Timm

Altenholz. Im rundum erneuerten Gebäude der ehemaligen „Villa Romana“ haben die beiden Griechen gegenüber dem Herrenhaus eine neue gastronomische Heimat gefunden – eingerichtet nach ihren ganz eigenen Vorstellungen. „Der perfekte Ort für ein Restaurant“, freuen sich die Brüder, die nach dem Großbrand der Stifter Ladenzeile im November 2014 vor den Trümmern des alten „Hellas“ standen.

 Draußen eine geräumige Terrasse ein wenig abseits der Straße, drinnen 235 Quadratmeter Gastraum im mediterranen Stil – im neuen „Hellas“ erinnert nichts mehr an das alte Lokal, das die Familie Kostas rund 25 Jahre in der Ladenzeile betrieben hat. „Es ist wirklich alles neu und anders“, berichtet Lazaros Kostas sichtlich stolz. „Die Tische und Stühle, Tresen – das ganze Mobiliar kommt aus Griechenland.“ Vergangene Woche hat ein Lkw die Tische aus dunklem Olivenholz und die beigen Velourledersessel geliefert. „Wir haben versucht, das Restaurant zusammen mit der Architektin und einem Dekorateur schön hell und offen zu gestalten. Wir sind neugierig, ob den Gästen das neue Ambiente gefällt“, sagt der 44-Jährige.

 Wichtiger noch als die Inneneinrichtung sei für ihn jedoch die Küche, erzählt Spiridon Kostas. „Die Leute sollen sich bei uns wohlfühlen – schließlich ist es ihr Restaurant, wir arbeiten hier für sie.“ Dass es bei den Planungen für den neuen Laden teilweise „chaotisch“ zugegangen sei, stört die Brüder nicht, für sie zählt das Ergebnis. „Deswegen sagen wir in Deutschland auch griechisches ,Restaurant’. In Griechenland stellt man zwei Stühle und einen Tisch unter einen Olivenbaum – das ist dann eine Taverne“, erklärt Lazaros Kostas lachend. „Hier muss man sich schon zwischen 100 verschiedenen Kühlschränken entscheiden.“

 Doch die Arbeit hat sich gelohnt, kurz vor der Eröffnung finden Spiridon und Lazaros Kostas das neue „Hellas“ einfach „perfekt“ und sagen: „Wir sind froh, dass wir hier geblieben sind und die Möglichkeit zum Neustart hatten – wir wollen noch lange bleiben.“ Jetzt wollen sie sich auf die Eröffnung am Sonntag um 11.30 Uhr vorbereiten – mit gewohnter Speisekarte, der alten Belegschaft und sicher vielen gespannten Gästen.

 Mit der Eröffnung des griechischen Restaurants der Familie Kostas hat nun ein weiterer Gewerbebetrieb aus der niedergebrannten Ladenzeile seinen Betrieb wieder aufgenommen. Nach dem verheerenden Großfeuer durch Brandstiftung im vergangenen Jahr sind Bäckerei, Blumenladen und Buchhandlung in Containern untergekommen. Die Änderungsschneiderei ist vorübergehend ins Herrenhaus gezogen, der Friseur hat seinen Salon über der Apotheke wieder eröffnet. Zurzeit wird der Stifter Ortskern städtebaulich überplant.

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