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Nach dem Fest ist vor dem Fest

Verkaufsoffenes Ostseebad Nach dem Fest ist vor dem Fest

Ob in den Geschäften in der Innenstadt oder in den großen Einkaufsmärkten auf der grünen Wiese: Die Einzelhändler in Eckernförde erlebten am verkaufsoffenen Sonntag einen nachweihnachtlichen Ansturm.

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Run auf reduzierte Weihnachtsartikel: Ute und Rainer Maass aus Holtsee decken sich bei Depot in der Kieler Straße mit Geschenkpapier für den 24. Dezember 2016 ein. Die stellvertretende Filialleiterin Mieke Nissen (links) ist auf den Ansturm gut vorbereitet.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Eckernförde. Vor dem Eingang von Famila am Hörst hatte sich kurz vor der Öffnung des Marktes um 11 Uhr eine Menschentraube gebildet. „So macht die Arbeit richtig Spaß“, freute sich der stellvertretende Warenhausleiter Sven Gölling.

 Noch steht der geschmückte Weihnachtsbaum im Wohnzimmer, noch sind die bunten Teller nicht leer genascht – doch in Gedanken waren Ute und Rainer Maass gestern schon bei Weihnachten 2016. Die beiden Sparfüchse steuerten zielstrebig den Deko- und Einrichtungsmarkt Depot in der Kieler Straße an, denn dort waren alle Weihnachtsartikel um 50 Prozent reduziert. Mit einem Einkaufskorb voller Geschenkpapier und anderer Weihnachtsutensilien reihte sich das Ehepaar aus Holtsee in die Schlange vor der Kasse ein. „Wir machen das immer so. Im November oder Dezember müssten wir für die ganzen Sachen viel mehr Geld bezahlen“, erklärte Rainer Maass, und seine Frau ergänzte: „Nach dem Fest ist vor dem Fest.“ Nach dieser Taktik handelten gestern auch viele andere Depot-Kunden. „Die reduzierten Weihnachtsartikel verkaufen sich heute ausgesprochen gut“, sagte die stellvertretende Filialleiterin Mieke Nissen.

 Auch bei Famila ist Weihnachten noch nicht gegessen. Dominosteine, Marzipanbrot – wer noch nicht genug von den süßen Köstlichkeiten hat, kann jetzt zum halben Preis für Nachschub sorgen. Nach Auskunft von Sven Gölling waren gestern aber vor allem Waren des täglichen Bedarfs gefragt – Butter zum Beispiel, Eier, Milch, aber auch Tiefkühl-Pizzen. Auch sei von den Kunden reichlich die Gelegenheit genutzt worden, Warengutscheine einzulösen, erklärte der leitende Famila-Mitarbeiter, der bereits ab 6 Uhr in der Frühe im Einsatz war. Während der Geschäftszeit zwischen 11 und 17 Uhr kümmerte sich ein Team von rund 25 Mitarbeitern um die Kunden.

 Mit dem Weihnachtsgeschäft zeigte sich Gölling „sehr zufrieden“. Die milden Temperaturen hätten sich nicht negativ aufs Geschäft ausgewirkt. „Sogar Glühwein lief erstaunlich gut“, so der stellvertretende Warenhausleiter. „Vor zwei Jahren, als wir einen ähnlich milden Winter hatten, was das ganz anders.“

 Gute Stimmung herrschte am verkaufsoffenen Sonntag auch bei Wind Sportswear in der Kieler Straße. „Wir haben gut zu tun“, sagte Filialleiterin Martina Lammers, die mit Mitarbeiterin Uta Klos die Kunden betreute. „Allerdings darf es gern ein bisschen kälter werden, damit sich auch die Winterjacken ein bisschen besser verkaufen“, äußerte Martina Lammers einen nachweihnachtlichen Wunsch. Kathleen Albrecht schaute kurz vor Mittag mit ihrem Mann Heiko bei Wind vorbei, um sich einen neuen Schal zu kaufen. Das Ehepaar aus Nordfriesland kommt nach eigenen Angaben drei- bis viermal jährlich nach Eckernförde, und das „ausgesprochen gern“. „Eckernförde hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt, wir kaufen hier viel lieber ein als bei uns in Husum“, sangen die Gäste von der Nordsee ein Loblied auf das Ostseebad.

 Allerdings waren nicht alle Menschen, die gestern die Fußgängerzone bevölkerten, auf Einkaufstor. „Wir wollten uns nur ein bisschen durchpusten lassen“, sagte Bernd Büll aus Barkelsby. Nach dem Spaziergang genossen er, seine Partnerin Julie Strittmatter und Sohn Pelle (3) auf dem Weihnachtsmarkt Bratwurst.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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