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Impuls fürs Internet

Holzdorf Impuls fürs Internet

Ohne schnelles Internet läuft heute nicht mehr viel. Im Verbund wollen das Amt Schlei-Ostsee und die Stadt Kappeln für leistungsfähige Anschlüsse sorgen. Geschätzt 23,35 Millionen Euro sollen in den Bau eines Leerrohrnetzes investiert werden. In die Leitungen sollen Glasfaserkabel gelegt werden.

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Wollen ein Glasfasernetz fürs Amt Schlei-Ostsee und die Stadt Kappeln: Gunnar Bock (links), Dagmar Ungethüm-Ancker und Heiko Traulsen setzen sich für einen Breitbandzweckverband ein.

Quelle: Rainer Krüger

Holzdorf. Nach dem Legen der Kabel ist geplant, die so geschaffene Infrastruktur an einen Netzbetreiber zu verpachten. Durch die so erzielten Einnahmen hofft man, die Investition langfristig wieder hereinholen zu können. Diesen Plan stellten Amtsdirektor Gunnar Bock, Kappelns Bürgermeister Heiko Traulsen und weitere Fachleute am Mittwoch vor. 70 Kommunalpolitiker, Internetexperten und Verwaltungsleute aus Amt und Stadt – darunter auch Kappelns Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker – hörten im Gasthof Blumenthal in Holzdorf zu.

 Bock, Traulsen sowie Richard Krause vom Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein und Ingenieur Jan Schmöckel schlugen eine Organisationsform vor. Ein Breitbandzweckverband aus 18 der 19 Amtsgemeinden und Kappeln soll gegründet werden. Goosefeld war nicht eingeplant, weil es dort schon Glasfaser gibt. Der Zweckverband wäre eine Anstalt öffentlichen Rechts ohne Gebietshoheit. Als Organe hätte er eine Verbandsversammlung mit Vertretern aller Kommunen und einem Verbandsvorsteher. Rund 26500 Einwohner leben im Gebiet. Nach bisheriger Planung würden im Amt 215 Kilometer und in Kappeln 56 Kilometer Leitungen verlegt. Das Projekt soll durch Kredite finanziert werden. Als Anstalt öffentlichen Rechts würde der Zweckverband günstige Konditionen erhalten. Durch diese Vorteile könne der Zweckverband laut Bock die Investition leisten, die Netzunternehmen bislang gescheut haben. Das Leitungsnetz soll 25 Jahre verpachtet werden. Allerdings nur, wenn sich 60 Prozent der Haushalte anschließen lassen. Ob das auf ein Monopol des Pächters mit eventuell überhöhten Gebühren hinauslaufen könnte? Das schloss Bock aus. Denn nach Vertragslaufzeiten von zwei Jahren stehe es den Kunden frei, zu anderen Anbietern zu wechseln. Das sorge für Wettbewerb.

 Schmöckel hielt einen Baubeginn im Frühjahr 2017 für möglich. Allerdings muss zuvor der Zweckverband gegründet werden. Dafür sollen alle Kommunen bis zu den Herbstferien ihr Ja geben. Fleckebys Bürgermeisterin Ursula Schwarzer war dazu bereit. „Hier sollte sich Aufbruchstimmung entwickeln“, forderte sie. Bock wies darauf hin, dass auch eine 90-prozentige Erschließung geschätzt worden sei. Dann würden die Investition bei 19,35 Millionen Euro liegen.

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