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Pavillon-Abriss hat begonnen

Gemeinschaftsschule Altenholz Pavillon-Abriss hat begonnen

Nackig stehen nun die ersten Pavillonklassen am Schulzentrum in Altenholz-Stift da: Außenhaut und Fenster fehlen, die Gebäude werden für den Abriss vorbereitet. Danach sollen dort Räume für Schüler entstehen, die Deutsch als Zweitsprache (Daz) lernen.

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Der Abriss der Pavillonklassen hat begonnen. Die Arbeiter tragen wegen der Schadstoffe Schutzkleidung.

Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. Schon seit gut fünf Jahren werden die Schlichtbauten an der Posener Straße nicht mehr für den Schulunterricht genutzt: Bei Raumluftmessungen hatte man zuvor eine hohe Schadstoffbelastung festgestellt. Seither verwendete Jürgen Kock, der Hausmeister des Schulzentrums, die Gebäude nur noch als Lagerraum. Sie dienten auch als Schall- und Sichtschutz am Schulhof, doch ihr Ende war in Sicht. Dennoch hatte die Gemeindevertretung den Abriss Ende letzten Jahres noch einmal verschoben, um Geld zu sparen. Im Mai schwenkte man dann allerdings um, weil die Gemeinschaftsschule unter akuter Raumnot leidet. „Die Schule hat einen deutlichen Bedarf für den Daz-Unterricht“, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Ingo Baasch (SPD) dazu. Um kurzfristig Entlastung zu schaffen, beschlossen die Gemeindevertreter den Abriss, der Platz für eine Zwischenlösung schaffen soll.

 Die Pavillonklassen wurden 1969/70 errichtet und sind mit den typischen Schadstoffen jener Zeit belastet, erklärt Bauamtsmitarbeiterin Anja Schwarze. Dazu gehört zum Beispiel Asbest, aber auch teerhaltige Dachpappe. „Wobei der Anteil nicht so hoch ist wie ich erwartet hatte“, sagt sie, das hätten Messungen ergeben. Die Schadstoffe würden beim Abbau sorgfältig sortiert – das mache den Abriss so zeitaufwendig. Zwei bis drei Wochen wird es dauern, erklärt Schwarze. Schon in der vergangenen Woche wurde das Innere der Pavillonklassen entkernt.

 Der Arbeitsbereich ist eingezäunt, die Arbeiter müssen wegen der belasteten Baustoffe Schutzanzüge und Mundschutz tragen. „Für Anwohner oder Menschen auf der Straße ist das aber nicht bedenklich“, erklärt die Bauamtsmitarbeiterin. Allerdings sollte man nicht lange im Baustellenbereich herumstehen. Die Gefahr gehe nicht von den ruhenden Bauteilen aus, sondern entsteht erst dann, wenn sie bewegt werden. Schwarze rechnet damit, dass die Pavillonklassen am Ende der Ferien „platt“ sind: „Es kann aber sein, dass danach noch Restarbeiten bleiben.“

 Der Daz-Unterricht soll dann in möglichst rasch aufgebauten einstöckigen Containern oder Modulbauten stattfinden. Sie werden fünf Räume mit insgesamt etwa 350 Quadratmetern Platz bieten – ähnlich viel wie bisher, erklärt Anja Schwarze. Etwa 60 Quadratmeter davon dienen als Lagerfläche. Für den Übergang hat Hausmeister Kock Material in Zwischendepots auf dem Schulgelände untergebracht.

 Was nach der auf mehrere Jahre angelegten Zwischenlösung auf dem Gelände entsteht, ist noch offen, erklären Schwarze und Baasch. Es könnten zum Beispiel neue Klassenräume sein, aber auch über einen Mensabau wurde schon mal diskutiert.

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Ein Artikel von
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Redaktion Lokales Kiel/SH

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