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Brandstifter legen Geständnis ab

Amtsgericht Brandstifter legen Geständnis ab

Geständnis gegen milde Strafe. Das war der Deal, der am Donnerstag vor dem Amtsgericht Eckernförde geschlossen worden ist. Angeklagt war ein junges Ex-Pärchen, das in einer Nacht Ende 2016 Feuer in einem Haus an der Hindenburgstraße gelegt haben soll. Brisant: Im Dachgeschoss schlief eine Mieterin.

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Am Eckernförder Amtsgericht ging es jetzt in einem Prozess um schwere Brandstiftung.

Quelle: tilmann Post

Eckernförde. Der Vorwurf lautete auf schwere Brandstiftung. Zunächst gaben sich die Angeklagten, eine 22-Jährige und ein 26-Jähriger, schweigsam. Dann einigten sich die Verteidigung, die Staatsanwaltschaft und das Gericht: Die eine Seite bot ein Geständnis an, die andere erklärte sich bereit, eine Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren, ausgesetzt auf Bewährung, zu verhängen. Das Gesetz sieht bis zu fünf Jahre vor.

Eine Bewohnerin rettete sich vor dem Feuer

Daraufhin gestanden die Angeklagten. Die junge Frau drang mit einem Schlüssel in der Nacht zum 30. November 2016 in die leerstehende Wohnung ein, verteilte Teppichschaum auf einer Matratze und zündete sie an. Ihr Freund stand draußen Schmiere. Nachdem beide geflüchtet waren, schlug der Rauchmelder an und weckte die Frau in der Wohnung darüber. Sie konnte sich retten. Als die Feuerwehr eintraf, war das Feuer schon von allein ausgegangen.

Offenbar wollte sich die Brandstifterin an ihrem Ehemann rächen, mit dem sie bis kurz vorher in der Wohnung gelebt hatte. Streits hatten zu der Trennung geführt.

Bewährungsstrafe, gemeinnützige Arbeit und Geldbuße

Da der Sachschaden gering blieb und niemand zu Schaden kam, lautete das Urteil auf schwere Brandstiftung in einem minderschweren Fall. Zudem sind beide Angeklagten, die inzwischen kein Paar mehr bilden, nie mit der Justiz in Kontakt gekommen. Sie erhielten eine Strafe von einem Jahr und neun Monaten, ausgesetzt auf zwei Jahre zur Bewährung. Die junge Frau muss zudem 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, der junge Mann muss eine Geldbuße von 480 Euro bezahlen.

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Ein Artikel von
Tilmann Post
Chefreporter Eckernförde

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