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Der Faszination Sternenhimmel erlegen

Aschberg-Frühjahrsteleskoptreffen Der Faszination Sternenhimmel erlegen

Lichtverschmutzung? Nein danke. So lautet wohl das gemeinsame Motto aller Sternenbeobachter. Pünktlich zum Neumond nach Ostern führte es 60 von ihnen auf den Aschberg in Ascheffel. Beim Aschberg-Frühjahrsteleskoptreffen (AFT) schaute unter anderem Gotthard Stuhm (58) in den Himmel.

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Am Aschberg beobachteten am Wochenende 60 Sternenfreunde den Nachthimmel. Das größte Teleskop beim Treffen hatte Raffael Benner (Foto oben, rechts) aus Plön mitgebracht. Wie Benner mit Mitorganisator Carsten Jonas demonstrierte, muss er auf eine Leiter steigen, um durch das vier Meter lange Gerät zu blicken. Auch Gotthard Stuhm (Foto unten) blickte bis in die Nacht mit seinem Teleskop in den Himmel.

Quelle: Rainer Krüger

Ascheffel. In den Nächten zu Sonnabend und Sonntag fand der Flensburger insbesondere in einem Planeten ein gutes Anschauungsobjekt. „Jupiter und seine Monde waren gut zu erkennen“, so Stuhm. Mit einem Newton-Spiegelteleskop mit zwölf Zoll Durchmesser (rund 30 Zentimeter) und 1,50 Meter Länge blickte der Lehrer in die Sterne. Mit ihm versuchte der Astronomie-Fan nicht nur interessante Ansichten zu finden, sondern mit angebauter Fotokamera auch noch Aufnahmen zu machen. Dabei klärte er über das Geheimnis guter Bilder auf. „Mehrere Aufnahmen werden gemacht.“ Wenn sie per Technik übereinander gelegt werden, ergeben sich deutlichere Strukturen ferner Sternenhaufen und Galaxien. Allerdings müssten für so ein Endfoto schon mal 20 bis 30 Bilder verwendet werden.

Mit seinem Teleskop war Stuhm mehr oder minder Normalmaß. Raffael Benner aus Plön hatte den größten Aufbau. Vier Meter Länge und 75 Zentimeter Durchmesser hatte sein Teleskop. Um durchzuschauen, musste Benner eine Leiter besteigen. Der 72-Jährige gehört zu den AFT-Urgesteinen. Schon beim ersten Treffen 2002 war er dabei.

Zusammen mit zwei der Organisatoren – Carsten Jonas aus Gettorf und Henning von Brandis aus Achterwehr – beschrieb Benner die Vorteile des Standorts auf dem Aschberg. „Durch die Höhe gibt es weniger Probleme mit Nebel als sonst. Außerdem liegt der Aschberg relativ weit von Städten weg. Die Lichtverschmutzung hält sich hier also in Grenzen“, erklärte der Gettorfer Jonas. Automatisch kam er so auf die Geschichte des Treffens zu sprechen. Dessen Zukunft stand durch den Bau der Globetrotter-Lodge auf dem Gipfel 2013 in den Sternen. „Damals war unklar, ob es weiter die Möglichkeit für Beobachtungen geben würde“, so der 50-Jährige. Deshalb setzte das Treffen 2013 und 2014 aus. Am Wochenende schienen die Hobbyastronomen und die Betreiber von Turm und Hotel einen tragfähigen Kompromiss gefunden zu haben. „Wegen des Treffens haben wir beispielsweise die Signallampen an der Treppe gegen rote LED-Leuchten ausgetauscht“, berichtete Carsten Jonas. Ein Lohn für diese und andere Aktionen des Vorbereitungsteams war die Standortbewertung Benners. „Für Schleswig-Holstein ist der Aschberg gut, aber Namibia ist besser“, fand er im globalen Vergleich.

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