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Rote Kappen feiern Jubiläum

Ascheffel Rote Kappen feiern Jubiläum

Und auf einmal sind 50 Jahre vorbei. Tatsächlich werden sie schon so alt, die Roten Kappen, Deutschlands nördlichster Karnevalsverein im Herzen der Hüttener Berge. Bei ihrem Kappenfest am Sonnabend, 6. Februar, wollen sie im „Alten Bahnhof“ zünftig Jubiläum feiern.

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Schmückmeister Torben Svensson (Vierter von links) freut sich über besonders viele Helfer, die den „Alten Bahnhof“ festlich herrichten.

Quelle: Birgit Johann

Ascheffel. Denn Lachen konserviert ja bekanntlich die Jugend, und das funktioniert auch hier: Um Nachwuchs braucht sich die närrische Organisation keine Sorgen zu machen. Unter den rund 300 Mitgliedern sind jede Menge jüngere.

Zurzeit kümmert sich mit Torben Svensson einer von ihnen als Schmückmeister federführend darum, dass der „Alte Bahnhof“ sich in einen neuen, ganz besonderen verwandelt. Denn ab Sonnabend wird er wirklich eine Lokomotive, wenn auch aus Sperrholz, und viele Zugabteile beherbergen, die die Besucher als farbenfrohe Wandgemälde vorfinden. Auf diese Weise wollen die Kappen einen Einblick in die bunten Stationen ihres Seins geben. Sie heißen Karneval in der Sesamstraße, im Zoo, auf dem Bauernhof, im Märchenland und auf der Reeperbahn, um nur einige der Mottos der vergangenen Jahre zu nennen.

Svensson ist am 11. November 38 Jahre alt geworden und spricht wegen dieses Geburtstagsdatums schmunzelnd von „karnevalistischer Bestimmung“. Seit etwa sechs Jahren leitet der Ascheffeler die Schmückertruppe und freut sich darüber, dass diesmal besonders viele helfen. „Unter zehn sind wir abends nie.“ Vor knapp zwei Wochen haben die Maler, Bastler und Handwerker begonnen und liegen nach ihrer Auskunft gut im Zeitplan.

Eingeführt hat die Faschingstradition in Ascheffel schon vor dem 24. Februar 1966, dem Gründungsdatum der „Kappen“, der einstige Ascheffeler Männergesangverein. Bereits seit 1952 hatten die sangesfreudigen Herren regelmäßig zum Karneval eingeladen, der damals in Greves Gasthof gefeiert worden war, dem späteren Berghof. Der 83 Jahre alte Ascheffeler Heinz Hamann ist einer der wenigen, die auch damals schon dabei waren. Und er gehörte zu denjenigen, die dann trotz Auflösung des Gesangvereins weiter angemessen die fünfte Jahreszeit würdigen wollten, indem sie die „Roten Kappen“ schufen. Von den 28 Gründungsmitgliedern lebt heute noch eine Handvoll.

Drei Jahre später wurde dann mit der Bildung der Kindergarde auch die Nachwuchsförderung eingeleitet. Das erste Prinzenpaar hatte 1966 Helmut Hagge und Käthe Schmidt geheißen. Wen der jetzige Prinz Michael sich ausgesucht hat, wird er in gutem „Kappen“-Brauch erst am Sonnabend verraten. Seit dem 12. Januar allerdings sind die Karten für 50 Jahre Rote Kappen ausverkauft.

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