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Auch auf den Fluren wird gelernt

Ustinov-Schule in Eckernförde Auch auf den Fluren wird gelernt

Diese Rechnung kann einfach nicht aufgehen: Wenn eine Schule 38 Klassen hat, aber nur über 33 Klassenräume verfügt, bewegt man sich hinsichtlich des Platzangebotes eindeutig im Minusbereich.

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Die Klassenräume reichen längst nicht mehr aus: Dirk Söhren, Leiter der Peter-Ustinov-Schule in Eckernförde, beklagt schon seit langem die Enge.

Quelle: Cornelia Müller

Eckernförde. Dirk Söhren weiß das. Der Leiter der Peter-Ustinov-Schule in Eckernförde kann für diese Aufgabe, die sich ihm und seinem Kollegium stellt, derzeit allerdings nur provisorische Lösungen anbieten. Um einen Unterricht gewährleisten zu können, müssen bereits Nebenräume umfunktioniert werden. Doch ein Ende der Raumnot ist in Sicht.

 Die neben der Peter-Ustinov-Gesamtschule und dem Jungmann-Gymnasium ebenfalls im Eckernförder Schulzentrum an der Sauerstraße beheimatete Gorch-Fock-Schule packt in wenigen Monaten ihre Sachen. Zusammen mit dem Grundschulteil der Grund- und Gemeinschaftsschule soll sie am Standort Wulfsteert zu einer neuen, eigenständigen Grundschule zusammengeführt werden. Im Sommer 2017 wird sie ihren Betrieb aufnehmen. Die durch den Umzug freiwerdenden Räume der Gorch-Fock-Schule werden in vollem Umfang der Peter-Ustinov-Schule zugeschlagen. Da der Platz für einen differenzierten Unterricht nicht ausreicht, muss hierfür auf die Flure ausgewichen werden. „Wir brauchen wirklich dringend mehr Räume. Denn so kann die Situation nicht bleiben“, umreißt Dirk Söhren die Nöte. Ursprünglich sei die Gesamtschule für 700 Schüler ausgelegt gewesen. In den zurückliegenden 13 Jahren sei sie aber um 200 Jungen und Mädchen angewachsen. Das hat unterschiedliche Gründe. Einerseits ist der Anteil der Schüler, die durch ein verbessertes Fördersystem nach der zehnten Klasse in die Oberstufe wechseln, erheblich gestiegen. Außerdem füllt sich die Oberstufe durch Schüler der Grund- und Gemeinschaftsschule am Standort Nord, die nicht über eine Sekundarstufe II verfügt. Und darüber hinaus werden an der Peter-Ustinov-Schule noch mehr als 45 Flüchtlinge unterrichtet. Das Kollegium ist mittlerweile von 58 auf 82 Lehrer angewachsen.

 Das im Schulzentrum direkt angrenzende Jungmann-Gymnasium kann die Probleme nicht lösen. In nachbarschaftlicher Verbundenheit habe man, wie Jungmannschulleiter Sebastian Klingenberg sagt, bereits zwei Räume abgetreten. Mehr sei nicht drin. Und so setzt Dirk Söhren mit einer durchaus erkennbaren Erleichterung auf den Umzug der Gorch-Fock-Schule zum Sommer und die damit freiwerdenden Räume. Große Investitionen seien nicht erforderlich. Neben neuem Mobiliar und angepassten Sanitärbereichen sei wohl nur ein Umschalten der Telefonanlage erforderlich, sagte Söhren.

 An den städtischen Schulen im Stadtgebiet werden nach Angaben aus dem Rathaus derzeit 3289 Schüler unterrichtet. Das sind 186 weniger als im Jahr davor. Die Gorch-Fock-Schule wird von 219, die Richard-Vosgerau-Schule von 167 und die Fritz-Reuter-Grund- und Regionalschule von 245 Jungen und Mädchen besucht. An der Grund- und Gemeinschaftsschule sind 873 Schüler angemeldet, an der Jungmannschule 835, an der Peter-Ustinov-Schule 901 und an der Pestalozzischule 49. Knapp 42 Prozent aller Schüler kommen aus dem Umland von Eckernförde.

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Ein Artikel von
Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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