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Pläne zum Neubaugebiet

Osdorf Pläne zum Neubaugebiet

Die Gemeinde Osdorf soll wachsen. In der Einwohnerversammlung am Donnerstag in Dibberns Gasthof skizzierte Stadtplaner Oliver Kühle (B2K, Kiel) erste Ideen für ein Baugebiet zwischen Gettorfer Straße (Landesstraße 44) und der Straße Am Augustenhof.

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Stellen den Planungsstand für das Neubaugebiet vor: Joachim Iwers (rechts) und Oliver Kühle.

Quelle: Jan Torben Budde

Osdorf. Etwa 120 Besucher lauschten seiner Präsentation. Angesichts des proppevollen Saals geriet Bürgermeister Joachim Iwers (WgO) ins Schwärmen („Habe ich noch nicht erlebt“). Noch stärker bewegt die Bürger derzeit das zweite Thema – nicht nur in Osdorf: Es ging um die Unterbringung von Flüchtlingen.

Zunächst zum Baugebiet (vorläufiger Name: „Gettorfer Straße“). Die aktuellen Pläne sehen auf der landwirtschaftlichen Fläche etwa 64 Grundstücke vor. Schon jetzt lässt sich das Interesse sehen. „Es gibt 13 Anfragen“, nahm der Bürgermeister gleich Skeptikern den Wind aus den Segeln, die den Bedarf anzweifelten. Die Gemeinde entwickelt und veräußert die Grundstücke selbst. Kühle: „Sie hat die Planungshoheit.“ Vorher muss das Gelände aber noch in Bauland umgewandelt werden. Die Einwohnerversammlung diente schon einmal der Beteiligung der Bürger. Ebenso geben die Träger öffentlicher Belange ihre Anregungen ab, und auch die kommunalen Gremien beraten über das Vorhaben. „Es ist noch nichts in Beton gegossen“, betonte Iwers.

Bisher ist laut Kühle nur von Einfamilienhäusern die Rede. Ob Doppelhäuser und Häuser mit fünf bis sechs seniorengerechten Wohnungen hinzukommen, müsse diskutiert werden. Die maximale Gebäudehöhe liegt bei neun Metern. Als Zufahrt zum Wohngebiet favorisieren Gemeinde und Planer einen Kreisverkehr an der L44. Falls der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr nicht zustimme, gebe es einen Linksabbieger. Im Baugebiet seien 60 öffentliche Stellplätze vorgesehen. Da ein Teil des Areals nicht zum Bauen geeignet sei, könne dort ein eingezäuntes Regenrückhaltebecken entstehen. Im Saal tauchten Fragen auf. Wann geht’s los? Die Erschließung des Geländes solle im Sommer 2016 starten, kündigte der Bürgermeister an. Ob die Kita-Plätze überhaupt für ein Neubaugebiet ausreichten? „Schon jetzt sind es nicht genug“, erklärte Iwers. Das Thema beschäftige die Gemeinde bereits.

Wegen der hierzulande steigenden Asylbewerberzahlen war Matthias Meins, Amtsdirektor Dänischer Wohld, zu Gast. Die Verwaltung sucht händeringend Unterkünfte für Flüchtlinge, weil der Wohnraum nicht ausreicht. Laut Meins besteht Interesse an einem Grundstück an der Felmer Straße im Gewerbegebiet – eine ehemalige Hundepension. Er hoffe nun, dass das Amt zumindest einen Teil des Grundstücks für etwa 15 Asylbewerber mieten könne. Denn die Verwaltung sei nicht der einzige Interessent. Damit dort eine Flüchtlingsunterkunft entstehen kann, bedarf es der Zustimmung der Gemeinde: Im Sozialausschuss gab’s dafür kürzlich grünes Licht.

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