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Wo Wasserbüffel weiden

Altenhof Wo Wasserbüffel weiden

Zunächst sind sie nur entfernte schwarze Gestalten im hohen Gras. Als sie näher kommen, werden auch Hörner erkennbar. Doch erst als Björn Ortmanns auf die Weide tritt, zu den Rindern geht und diese dann hinter ihm hertrotten, werden die sechs Kühe und Kälber als Wasserbüffel erkennbar. Die Blicke ruhen am Sonntag auf ihm. Denn erstmals bietet die Eckernförder Ortsgruppe des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) eine Familienführung zur Aschauer Lagune in Altenhof mit Abstecher zu den Tieren an.

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Björn Ortmanns erklärt, warum Wasserbüffel an der Aschauer Lagune weiden.

Quelle: Rainer Krüger

Altenhof. Seit Anfang Mai wird eine 6,5 Hektar große Fläche von Büffeln beweidet. „Die Weide gehört zu den Ökoflächen der Gemeinde Altenhof. Ich habe sie gepachtet. Die Büffel halten den Bewuchs kurz“, erklärt Rindereigentümer Ortmanns. Der Berater an der Landwirtschaftskammer will sich mit den Tieren einen Nebenerwerb aufbauen. Bevor frühestens 2016 ans Schlachten gedacht wird, wirken die Büffel auf der ungedüngten Wiese als Landschaftspfleger. Indem die genügsamen Tiere fressen, schaffen sie Lebensraum für Vögel mit Vorliebe für offene Landschaften. „Zum ersten Mal seit langem habe ich hier wieder eine Feldlärche gesehen“, berichtet Nabu-Gebietsbetreuer Wolf-Rüdiger Stephan den acht Teilnehmern. Er hofft, dass sich auch Kiebitze auf dem Areal wohlfühlen.

Dass Ortmanns Büffel weiden lässt, liegt an deren besonderen Eigenschaften. „Im Vergleich zu Galloways haben die Füße der Büffel eine breitere Auftrittsfläche. Sie sinken also nicht tief ein und zertrampeln nicht so viel. Ein weitere Vorteil ist, dass ihnen Leberegel nichts anhaben können“, sagt der Holtseer.

Teilnehmer Norbert Martensen aus Eckernförde hört interessiert zu. „Die Büffel in die Tour einzubeziehen, ist eine gute Idee“, findet er bevor es zur Botanik an der Lagune geht. Allerdings will es Ortmanns nicht zur regelmäßigen Einrichtung werden lassen. „Führungen für bestimmte Gruppen werden nach Absprache möglich sein. Dazu gehört sicher auch wieder eine mit dem Nabu“, sagt er. Die Aussage freut den Nabu-Vorsitzenden Matthias Valkema, denn auch ihm hat der Blick auf die Weide gefallen.

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