21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
2000 Orchideen gezählt

Eckernförder Goosseewiesen 2000 Orchideen gezählt

Eckernförde. Zwischen Eckernförde und Altenhof liegen die Gosseewiesen – für die Allgemeinheit sind sie gesperrt, da sie unter Naturschutz stehen. So bleibt viel Raum für seltene Pflanzenarten: zum Beispiel für Knabenkräuter, auch als Orchideen bekannt.

Voriger Artikel
Marine präsentiert ihre Vielfalt
Nächster Artikel
Junge Leute spielen auf Platt

Mit rund zehn Zentimetern kleiner als die üblichen Orchideen im Blumengeschäft: Das dreiblättrige Knabenkraut ist auf den Gooseewiesen häufig zu finden.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Einzig ein paar Schafe bevölkern das Land, und sie erfüllen eine wichtige Aufgabe: Sie halten das Schilf auf den feuchten Wiesen kurz und vermeiden auch, dass sich Büsche entwickeln. So bleibt viel Raum für seltene Pflanzenarten: zum Beispiel für Knabenkräuter, auch als Orchideen bekannt.

 „Bei der diesjährigen Zählung konnten wir mehr als 2000 blühende Exemplare nachweisen“, berichtet Jürgen Schmidt vom Naturschutzbund (Nabu) Eckernförde stolz bei einem Ortstermin und zeigt die eingezäunte Wiese. Vor etwa 30 Jahren habe man die ersten neun Pflanzen gefunden. Dank der Pflege der Flächen, zum Beispiel durch die Bewirtschaftung mit Heidschnucken und die winterliche Mahd, um das Schilf zurückzudrängen, sei das Vorkommen der Pflanzen nun als stabil einzustufen.

 „Für uns ist das eine Bestätigung, auch in Zukunft die das Biotop pflegenden Maßnahmen fortzusetzen“, sagt Schmidt. Dafür könne man gut weitere ehrenamtliche Mitarbeiter gebrauchen, formuliert er einen Wunsch.

 Von den weltweit 25000 vorkommenden Arten der Knabenkräuter seien etwa 60 in Mitteleuropa zu finden, erklärt Schmidt. Alle seien streng geschützt, einige bereits ausgestorben, andere stünden auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Pflanzen. In den Wiesen am Goossee dominiere das Dreiblättrige Knabenkraut (lat. Dactylorhiza majalis), auch gefleckte Kuckucksblume genannt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3