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Kostbar, aber nicht kostspielig

Ferienlager Awo Gettorf Kostbar, aber nicht kostspielig

Wenn am Freitag 14 Kinder aus Gettorf und Umgebung von einem Ferienlager in Holtsee zurückkehren, werden sie viel zu erzählen haben. Dank einer Kooperation von Awo Gettorf und Landesjugendwerk konnten Kinder teilnehmen, deren Eltern jeden Cent zweimal umdrehen müssen.

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Ob bei gutem oder bei schlechtem Wetter: Connor, Ben, Erik und Till (von links) spielen gern Twister. Am Freitag geht das vom Awo-Landesjugendwerk und von der Awo Gettorf organisierte Ferienlager auf dem Eiderhufen-Gelände in Holtsee zu Ende.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf/Holtsee. „Der Tagessatz lag bei fünf Euro einschließlich Verpflegung“, erläuterte Awo-Chef Wulf-Dieter Stark Wulf. Unbezahlbar war der ehrenamtliche Einsatz der vier jungen Betreuer, Teamer genannt. Die Schwestern Jana (19) und Lena Grawe (17) sowie Robin Möller (19) und Justin Ziebell (19) besuchten früher regelmäßig den von Norbert Carnhof geleiten Awo-Jugendtreff in Holtsee. Nach erfolgreich absolvierten Juleica-Seminaren sind sie jetzt selbst in der Lage, Freizeitmaßnahmen für Kinder und Jugendliche zu organisieren und durchzuführen. „Das ist zwar manchmal ziemlich anstrengend, macht aber riesigen Spaß“, sagte Jana Grawert. Sie und ihre Schwester waren im Zeltlager, das auf dem Eiderhufen-Gelände von Familie Mohr stattfand, für Spiel und Spaß zuständig. Robin Möller hatte die Bereiche Finanzen und Logistik unter sich, Justin Ziebell sorgte mit seinen Kochkünsten dafür, dass die ganze Rasselbande immer etwas Ordentliches auf den Tellern hatte. Ob Pfannkuchen, Nudeln oder Fischstäbchen – die zwischen sieben und elf Jahre alten Kinder hatten, vorsichtig ausgedrückt, einen gesunden Appetit. „Jack the Chicken“ dagegen hatte Glück. Er wurde nicht verspeist. Der Gummi-Hahn mit Quietsche-Funktion war während der gesamten Ferienwoche ein beliebtes Spielzeug. Außerdem hatte er eine wichtige Funktion: Wer ihn in der Hand hielt, durfte reden, und die anderen Kinder mussten schweigen. Gleich am ersten Tag wurden gemeinsam die Regeln festgelegt und auf einem Flipchart notiert. „Keine Gewalt“, „Die Gegend sauber halten“, „Keine bösen Wörter“ oder „Nix kaputt machen“ war da zum Beispiel zu lesen. Auf der Tabu-Liste standen auch Fernseher und Smartphone. Eine Schatzsuche im Wald oder eine Wasserschlacht waren auch viel spannender.

 Dass das Wetter, zumindest an den ersten Tagen, nicht das allerbeste war, machte den Kindern nichts aus. Die vier Teamer (Norbert Carnhof: „Alle waren mit ganz viel Engagement und Herzblut dabei“) hatten sich bestens vorbereitet und wussten, was zu tun ist, wenn es wie aus Gießkannen regnete, ein Kind Heimweh oder ein anderes Kind Angst hatte, im dunklen Zelt einzuschlafen.

 „Die Zelte und das sonstige Equipment kamen von uns, das Personal stellte die Awo Gettorf“, berichtete Bildungsreferentin Jasmin Lemke vom Awo-Jugendwerk. „Auch die Sponsoren haben einen besonderen Dank verdient“, so Norbert Carnhof. Er nannte die Norddeutsche Pflanzenzucht, die Käserei und den Hühnerhof Uppendahl aus Holtsee, den Markant-Markt in Dänischenhagen sowie aus Eckernförde den Famila-Markt, die Schlachterei Johannsen und die Bäckerei Boysen. „Und die Familie Mohr hat uns zu einem wirklichen Schnäppchenpreis das Gelände zu Verfügung gestellt“, so Carnhof.

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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