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Dachboden ist einsturzgefährdet

Eckernförde Dachboden ist einsturzgefährdet

Die Aula im Dachgeschoss der ehemaligen Willers-Jessen-Schule in Eckernförde darf nicht mehr betreten werden. Grund sind mehrere marode Balken, die bei einer Substanzuntersuchung im Rahmen der geplanten neuen Nutzung des historischen Gebäudes entdeckt wurden.

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Die Aula im Dachgeschoss der Willers-Jessen-Schule darf vorerst wegen maroder Deckenbalken nicht mehr genutzt werden.

Quelle: Kai Pörksen

Eckernförde. Der Dachboden ist einsturzgefährdet. Hart trifft das vor allem den Tanzclub Eckernförde (TCE), dessen Trainingsstätte die Aula ist. „Das hat uns eiskalt erwischt“, sagt der Vorsitzende Thomas Fabian. Doch an einer kurzfristigen Lösung wird bereits gearbeitet.

 Wie berichtet, soll die Willers-Jessen-Schule, die 2013 den Schulbetrieb einstellte, neu belebt werden. Geplant ist bislang, das Gebäude mit Kindertagesstätte, Touristik und Kultur zu belegen. Im Vorgriff wird seitens der Stadt die Machbarkeit geprüft. Dazu gehört auch eine Substanzuntersuchung des Gebäudes. Laut Bauamt stellte sich beim Öffnen von Bauteilen heraus, dass einige Balkenköpfe des Dachbodens marode sind. Nach bisheriger Erkenntnis sind fünf Balken betroffen. Aus Sicherheitsgründen musste deshalb die im Dachgeschoss untergebrachte Aula des 1892 errichteten Schulbaus gesperrt werden. Auch die übrigen Clubräume sind nicht mehr betretbar.

 Für den Tanzclub Eckernförde ist das ein herber Schlag. Seit 30 Jahren ist die Aula die Trainingsstätte des TCE. Sie wird quasi sieben Tage die Woche genutzt mit Tanzunterricht, Workshops und freiem Training. „Die Sperrung ist der Super-Gau“, sagt TCE-Chef Fabian. Nachdem er von der Balkenproblematik erfuhr, setzte er sich gleich mit der Stadt in Verbindung. „Wir suchen gemeinsam nach Alternativen.“ So steht jetzt in Aussicht, dass für die Kinder- und Jugendgruppen die angrenzende Sporthalle der alten Willers-Jessen-Schule zur Verfügung gestellt werden kann. „Dann ist zumindest dieser Unterricht gewährleistet“, so Fabian. Die Touristik hat zudem avisiert, dem TCE zeitweise die Stadthalle anzubieten. Für den Tango Argentino wären auch Räume in Kiel möglich.

 Für den Vorsitzenden ist es das Ziel, den normalen Vereinsbetrieb aufrechtzuerhalten. „Optimal wäre es für uns, wenn kurzfristig eine Zwischenlösung für die Sicherung der Statik gefunden würde“, sagt Fabian. Im Bauamt wird derzeit daran gearbeitet. Mit Stützen von unten gegen die Decke könnten die schadhaften Balken abgefangen werden. Der stellvertretende Bauamtsleiter Timm Ohrt ist zuversichtlich, dass es kurzfristig eine Lösung geben kann. Allerdings wäre das ein Provisorium. Für eine neue Nutzung des historischen Gebäudes ist eine Komplettsanierung der Decke zum Dachgeschoss erforderlich. Auch neue Brandschutzanforderungen spielen dabei eine Rolle. Aktuell werden die Kosten ermittelt, die dieses Jahr noch vorliegen sollen. „Noch sind wir in der Grundlagenermittlung in Bezug auf die künftige Nutzung“, bestätigt Bauamtsleiter Roy Köppen. Er schließt nicht aus, dass es bei der Untersuchung der alten Bausubstanz weitere Überraschungen geben könnte.

 Der TCE hofft nun, dass der Tanzbetrieb möglichst schnell wieder aufgenommen werden kann. Dem Eckernförder Club gehören insgesamt rund 250 Mitglieder an, das Gros ist aktiv beim Tanzen dabei. Stark vertreten ist der Kinder- und Jugendbereich.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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