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Selbstbewusst mit klaren Zielen

Awo Gettorf Selbstbewusst mit klaren Zielen

Bescheidenheit war gestern. Jetzt wird Gas gegeben. Die Awo Gettorf möchte im Jugend- und Sozialbereich wieder die Führerrolle in der Region übernehmen. Gelingen soll dies mit Hilfe von Silke Knippschild. Die 41-Jährige ist neue Geschäftsführerin des Ortsverbandes.

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Steuern gemeinsam das Awo-Schiff: Vorsitzender Wulf-Dieter Stark-Wulf und die neue Geschäftsführerin Silke Knippschild.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Silke Knippschild – Familienstand „getrennt lebend mit zwei Katzen“ – wuchs in Neumünster auf und lebt seit 15 Jahren in Gettorf. Ebenso lange arbeitete sie als Steuerfachangestellte in Kiel, bis sie sich einen Jugendtraum erfüllte und ein Pädagogik- und Soziologie-Studium aufnahm.

 Silke Knippschilds Freizeit gehört seit drei Jahrzehnten den Pfadfindern. Dort ist sie unter anderem für die Ausbildung von Jugendgruppenleitern zuständig. „Die Jugendarbeit ist mein großes Hobby.“ Außerdem werkelt sie gern im Garten. „Ich habe mir gerade ein älteres Haus gekauft.“

 „Sie hat studiert, aber sie kennt auch die Basisarbeit; sie schwebt nicht in einem Wolkenkuckucksheim, sondern weiß, wie etwas umgesetzt wird“, sagte Awo-Vorsitzender Wulf-Dieter Stark-Wulf auf die Frage, warum unter fast 40 Bewerbungen die Wahl schließlich auf Silke Knippschild fiel. Und da gab es noch etwas, was den Awo-Ortsverbandschef überzeugte: „Sie kann mit Geld umgehen.“ Die neue Geschäftsführerin weiß, was von ihr erwartet wird. In absehbarer Zeit soll der Ortsverband wieder schwarze Zahlen schreiben.

 Effizient zum Wohle der Menschen arbeiten – das geht nach Überzeugung von Stark-Wulf und Knippschild nur mit einem guten Netzwerk und wenn darauf verzichtet wird, Doppelstrukturen aufzubauen. Die neue Awo-Geschäftsführerin kündigte eine enge Zusammenarbeit mit den Kitas an. Wichtig seien ihr auch Programmangebote, die dazu beitragen, dass „Familie gelebt werden kann“. Auch müsse etwas dafür getan werden, dass Kinder sich wieder mehr bewegen. „Es gibt hier viele Chancen in Gettorf, aber wir können nicht alles allein, sondern nur im Verbund wuppen“, ist sie überzeugt.

 Auch Jugendliche – und hier insbesondere diejenigen mit sozial eher instabilem Hintergrund – haben Knippschild und Stark-Wulf im Fokus. „Wir müssen dafür sorgen, dass Jugendliche einen Platz in der Gesellschaft bekommen, aber wir müssen ihnen auch beibringen, ihren Beitrag für diese Gesellschaft zu leisten“, so der Awo-Vorsitzende. „Das ist ein Geben und Nehmen.“

 Silke Knippschilds Vorgängerin Katrin Mates wechselte zur Diakonie Altholstein nach Kiel.

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