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Irritationen um Überholverbot

B 76 Richtung Gettorf Irritationen um Überholverbot

Wegen schwerer Unfälle mit Toten und Verletzten auf der Bundesstraße 76 besteht seit dem vergangenen Herbst zwischen Neudorf-Bornstein und Gettorf Nord ein Überholverbot in beide Fahrtrichtungen. Die Beschilderung sorgt jedoch jetzt bei Autofahrern für Irritationen.

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Der starke Verkehr auf Bundesstraße 76 bei Gettorf birgt große Unfallgefahren, deshalb forderten viele eine neue Verkehrsregelung. Doch die neue Straßenbeschilderung sorgt für Verwunderung.

Quelle: Jan-Torben Budde

Gettorf. Karl-Heinz Streiter aus Gettorf spricht von einem „Schildbürgerstreich“ .

Auf dem Weg in Richtung Kiel endet das Überholverbot kurz vor der B76-Ausfahrt Gettorf Nord, worauf ein entsprechendes Verkehrszeichen hinweist. Als aberwitzig bezeichnet der 72-Jährige jedoch, dass es „nur wenige Meter später wieder ein Überholverbot gibt, was eine durchgezogene Linie deutlich macht“. In Streiters Augen ist das unlogisch. „Gerade Ortsfremde irritiert das“, berichtet der Gettorfer. Ihn wundert, warum das Straßenschild nicht hinter dem Streckenabschnitt mit der durchgezogenen Linie aufgestellt wurde. Denn Streiter hat beobachtet, dass viele Autofahrer jetzt hinter besagtem Überholverbot-Schild sofort auf das Gaspedal treten – und dann die durchgezogene Linie ignorierten.

 Gegen das Überholverbot hat Streiter überhaupt nichts einzuwenden, nach seiner Ansicht sollte es auf der kurvenreichen Strecke sogar bis Gettorf Süd ausgedehnt werden. Seine Hinweise sind bereits beim Kreis Rendsburg-Eckernförde eingegangen. „Wir haben das Thema auf dem Zettel“, berichtet Andreas Brück von der Straßenverkehrsbehörde. Im Februar treffe sich die sogenannte Unfallkommission, bestehend aus Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, um die Situation vor Ort zu bewerten. Es werde dabei um die Frage gehen, was das Überholverbot bewirke, so Brück. Dabei werde aber der ganze B76-Abschnitt von Altenhof bis Gettorf betrachtet.

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