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Bahn frei für neue Technik

Übergang Domstag Bahn frei für neue Technik

Das Ende der Pannenserie am Eckernförder Bahnübergang Domstag/B76 ist in Sicht: Am Montag begannen die Arbeiten für eine komplette Erneuerung der Technik der kombinierten Bahnübergangs- und Lichtsignalanlage (Büstra). Als Nebeneffekt verkürzen sich die Schließzeiten der Schranken.

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Großer Bahnhof zum Baustart für die Erneuerung des Bahnübergangs Domstag/B
76: (v.l.) Bürgermeister Jörg Sibbel, Manuela Herbort (Bahn AG), Bürgervorsteherin Karin Himstedt, Verkehrsminister Reinhard Meyer, Matthias Paraknewitz (LBV), Susanne Storch (SSW), MdL Daniel Günther (CDU) und MdL Jette Waldinger-Thiering (SSW).

Quelle: hfr

Eckernförde. „Ich bin froh, dass der äußerst unbefriedigende Zustand am Bahnübergang Domstag jetzt kurzfristig behoben wird“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Sowohl Anwohner als auch Touristen seien an diesem Knotenpunkt insbesondere in den Sommermonaten durch lange Wartezeiten, Lärm und Abgase sowie eine latente Gefährdung der Sicherheit auf eine harte Probe gestellt worden. Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, betonte, dass nach Abschluss der Arbeiten eine Anlage mit neuester Technik und hoher Ausfallsicherheit zur Verfügung stehe. „Diese gewährleistet die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.“ Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel freute sich, dass jetzt ein Verkehrshindernis beseitigt werde, das in den vergangenen Jahren für viel Verärgerung gesorgt habe. „Die nun gefundene Lösung begrüßen wir außerordentlich“, sagte Sibbel und dankte Land und Bahn.

 680000 Euro investiert die Deutsche Bahn AG aus Bundesmitteln in die Erneuerung des Übergangs. Er erhält eine neue Sicherungstechnik sowie neue Schranken und Lichtzeichen. Während der Arbeiten muss die Straße im Bereich der Gleise zeitweise halbseitig gesperrt werden. Der Zugverkehr wird nicht beeinträchtigt. Die Schließzeiten der Schranken von sechs bis sieben Minuten sollen sich mit dem Umbau laut Bahn künftig halbieren. Parallel erneuert der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) die mit dem Bahnübergang gekoppelte Ampelanlage der Straße. Nach Angaben des Leiters der LBV-Niederlassung Rendsburg, Matthias Paraknewitz, soll es dabei nur zu geringen Verkehrsbeeinträchtigungen im Kreuzungsbereich kommen.

 Wichtig ist laut Paraknewitz das sichere Zusammenspiel von Straßenampeln und Schrankenanlage. „Es darf kein Auto auf den Schienen gefangen sein.“ Rund 145000 Euro steckt der Landesbetrieb in die Straßensignalanlage und die Bedarfsampel für Fußgänger, die die B76 überqueren wollen. Hinzu kommen neue Detektoren unter dem Straßenbelag, die wartende Autos erfassen. In diesem Zusammenhang soll auch die Oberfläche der Fahrbahn am Knotenpunkt angefräst und mit einem dünnen Belag sowie Markierungen erneuert werden. Dafür ist voraussichtlich Ende Juni eine eintägige Vollsperrung des Kreuzungsbereichs erforderlich, die rechtzeitig bekanntgegeben wird.

 Anwohnerin Hanna Gobride rieb sich am Montag an der Baustelle die Augen. „Der Übergang war für ganz viele Menschen ein Problemfall“, sagte sie. Radfahrer und Schulkinder seien besonders betroffen gewesen. Aber auch im Stau stehende Autofahrer und genervte Anlieger. Denn die wenigsten Fahrzeuge hätten den Motor abgestellt. „Ich kann das immer noch nicht recht glauben“, kommentierte Gobride die begonnenen Arbeiten zur Komplettsanierung. „Aber wir freuen uns.“ Voraussichtlich Mitte Juli soll die gesamte Baumaßnahme abgeschlossen sein.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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