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Bahnhof wird barrierefrei

Gettorf Bahnhof wird barrierefrei

Mit Rollstuhl in den Zug rollen? Das ist in Gettorf bisher nicht möglich. Aber in drei Jahren – das kündigte Schulz am Montagabend im Rahmen einer Bauausschusssitzung an – soll es das barrierefrei Ein- und Aussteigen problemlos klappen.

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Baubeginn 2017, Fertigstellung 2018: Nach vielen Jahren des Wartens geht die Modernisierung des Gettorfer Bahnhofs jetzt in die konkrete Planung.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Die gute Nachricht: Was barrierefreie Bahnstationen betrifft, ist das nördlichste Bundesland nach Auskunft von Jochen Schulz vom Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (Nah.SH) führend in Deutschland. Die schlechte Nachricht: Gettorf bildet eine unrühmliche Ausnahme und ist ein Ärgernis für Reisende, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind. Das soll sich innerhalb von drei Jahren ändern.

Warum geht’s nicht schneller? „Weil zunächst die Umstellung der Strecke auf Fernsteuerung abgeschlossen sein muss“, sagte Jochen Schulz. Die komplette Automatisierung der Signaltechnik werde bis 2017 erfolgen. Dann könne damit begonnen werden, den Bahnhof barrierefrei auszubauen. Das soll nach seinen Worten bis 2018 geschehen. Wie berichtet, gehört zum Investitionspaket auch eine Erneuerung der Bahnübergänge Herren- und Bergstraße. Diese Maßnahme dürfte zu einer Verkürzung der Schrankenschließzeiten führen.

Die jetzigen Bahnsteige in Gettorf stammen laut Schulz aus den 1920er und 1930er Jahren. „Aus heutiger Sicht sind sie unterster Standard und eine Zumutung“, so der für Infrastrukturmaßnahmen zuständige Nah.SH-Mitarbeiter. Nach dem bisher vorliegenden Entwurf wird der Bahnhof künftig einen zwischen den Gleisen liegenden, dreieinhalb Meter breiten Mittelbahnsteig bekommen. Dieser wird nach Schulz’ Worten sowohl vom Bereich Bahnübergang Bergstraße und Mühlenplatz als auch von der Nordseite aus erreichbar sein. Die Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern – wie dann überall auf der Strecke Flensburg-Kiel – ermögliche einen niveaugleichen Übergang in die Züge. Für die Nordseite sei ein schrankenloser Zugang geplant, für den Bereich Bergstraße/Mühlenplatz sieht der Entwurf eine Schranke vor.

Laut Jochen Schulz steigen in Gettorf werktäglich 900 Nahverkehrszug-Nutzer ein und aus – 300 mehr als noch vor zehn Jahren. Dies sei ein guter Wert, „aber er ist noch ausbaufähig“, so der Nah-SH-Mitarbeiter.

Wie Bauausschussvorsitzender Marco Koch (CDU) sagte, müsse auch künftig gewährleistet sein, dass die Fahrkartenautomaten einen wettergeschützten Standort haben. Maike Roggenkamp (Die Grünen) legte sich für die Fahrradfahrer ins Zeug und forderte anstelle der jetzigen „Felgenkiller“ vernünftige Unterstellmöglichkeiten für Zweiräder.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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