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Balance zwischen Werbung und Altstadt

Ortsgestaltung Balance zwischen Werbung und Altstadt

Jetzt steht der Beschluss für die neue Ortsgestaltungssatzung für die Eckernförder Altstadt bevor. Aufgenommen in dem Entwurf ist erstmals auch die Kieler Straße, in der Altbausubstanz mit den Anforderungen des Handels konkurrieren kann. Umstritten sind Werbeauflagen

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Vordächer und Markisen prägen das Bild über den Schaufenstern der Geschäfte in der Kieler Straße. Vorgaben dazu sind umstritten.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Auch Fragen der Vordächer und Markisen sind noch nicht geklärt.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) sprach sich in einer Stellungnahme zum Entwurf der Ortsgestaltungssatzung dafür aus, größere Werbeanlagen als vorgesehen zu ermöglichen. Werbung auf Markisen sollten ebenso zugelassen werden wie Werbeaufschriften sowohl auf Fassaden als auch auf Schaufenstern. Ähnlich argumentierte der Wirtschaftskreis Eckernförde (WKE), der unter anderem größere Dimensionen für die Werbung mit Einzelbuchstaben fordert.

Planer Luis Gomes Martinho ist hier anderer Meinung: Um das Stadtbild nicht unnötig zu beeinträchtigen, soll Werbung auf Markisen nicht zulässig sein, sollen Werbeaufschriften nur alternativ auf Schaufenstern oder Fassaden prangen, und sei es nicht erforderlich, die Größe von Einzelbuchstaben im Vergleich zum ursprünglichen Satzungsentwurf zu erweitern. Die Denkmalpflege plädiert sogar dafür, eine Beklebung von Schaufenstern gänzlich auszuschließen. Sie möchte zudem Dachflächenfenster nur auf der dem Verkehrsraum abgewandten Seiten sehen. Dem wolle man nicht folgen, so Martinho. „In der Altstadt wird gewohnt.“

Der Planungs- und Gestaltungsbeirat äußerte sich kritisch zum Thema Vordächer sowie nicht unterteilten Markisen über den Schaufenstern. Der Bauausschuss hatte sich zuletzt für die Möglichkeit von Glasvordächern sowie gegen eine vorgeschriebene Unterteilung ausgesprochen. Der Planer empfiehlt weiter eine Unterteilung. Die Verwaltung will in der nächsten Sitzung zwei Alternativ-Vorschläge vorlegen. Die CDU sieht hingegen keinen weiteren Entscheidungsbedarf. „Für uns ist der Drops schon gelutscht“, verweist die Fraktionsvorsitzende Katharina Heldt auf die vergangene Ausschusssitzung.

Planer wie Verwaltung plädieren zudem für eine eigenständige Erhaltungssatzung für die Altstadt. Das verbessere die Kontrollmöglichkeiten über Veränderungen im Stadtbild, sagt Martinho. Laut Bürgermeister Jörg Sibbel ist bislang nur der Abbruch von Gebäuden geregelt. Eine eigene Erhaltungssatzung könnte dann auch Einfluss auf Neubauten nehmen.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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