5 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Klare Fakten gefordert

Geburtsstation Klare Fakten gefordert

Hebammen und bisherige Belegärzte der Geburtsstation wünschen sich eine sachliche und faire Fortsetzung der Diskussion um den Erhalt einer guten geburtshilflichen und kinderärztlichen Versorgung in Eckernförde – „ohne Rufschädigung und Verunsicherung“.

Voriger Artikel
Jubiläum wird in Strande groß gefeiert
Nächster Artikel
Flatterhafte Wesen mögen Gärtners Hilfe

Ärzte und Hebammen setzen sich für die Eckernförder Kinder- und die Geburtsstation ein.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Hebamme Anke Baß kritisiert, dass einer der erfolgreichsten Geburts- und Kinderstationen im Land die Schließung droht, „ohne dass jemals klare Fakten öffentlich auf den Tisch gelegt wurden“. Die Demonstration am vergangenen Sonnabend in Eckernförde mit 500 Teilnehmern widerlegt nach Auffassung der Hebammen den Vorwurf einer angeblich „unrechtmäßigen Vorteilsnahme durch Zuführung von Patienten“. Das Eckernförder Modell sei vielmehr von den Schwangeren und Müttern gewollt. „Sie sehen die Geburts- und Kinderstation als Vorteil für sich und ihre Familien.“ Die Beleghebammen wollen ihre Arbeit in der bewährten 1:1-Betreuung von Schwangeren weiter fortsetzen.

Einer der bisherigen Beleg-Gynäkologen, Dr. Ralf Kröger, unterstreicht, dass schon immer in Eckernförde im Vorfeld nur Frauen zur Entbindung akzeptiert wurden, die den Richtlinien entsprechend die 36. Schwangerschaftswoche vollendet hatten und keine Risiken erkennen ließen, die die vorhandenen Kompetenzen überstiegen hätten. „Möglich ist es in jedem Fall, dass aus jeder Geburt im Verlauf sehr schnell eine Risikogeburt werden kann.“

Kröger erinnert, dass bis jetzt niemand den Belegärzten die Fähigkeiten zu einer qualitativ hochwertigen und sicheren Geburtshilfe abgesprochen habe. „Die Ergebnisse und der gute Ruf Eckernfördes sprechen für sich.“ Bedauerlich fände er es, falls sich rechtliche, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen gegen die Klinik stellen sollten. „Nicht zu tolerieren ist aber, dass die gute bis dahin geleistete Arbeit im Dienste der Frauen und Kinder der Region nachträglich und ohne Substanz in Frage gestellt wird.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Eckernförde 2/3