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Beiräte fordern Neupflasterung in 2018

Kieler Straße Beiräte fordern Neupflasterung in 2018

Schon seit Jahren wird in Eckernförde über einen barrierearmen Ausbau der Kieler Straße und der Nicolaistraße diskutiert. Doch geschehen ist bislang nichts. Die Beiräte für Senioren sowie für Menschen mit Behinderung fordern jetzt in einem gemeinsamen Antrag das Vorziehen der Arbeiten auf 2018.

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Mit Rollatoren und Rollstühlen ist das Durchqueren der Kieler Straße ein Problem. Ältere Passanten klagen über die hubbligen Kopfsteinpflasterstreifen.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Ein interfraktioneller Arbeitskreis der Ratsversammlung hatte sich vor einem Jahr im Rahmen der Haushaltskonsolidierung auf eine Prioritätenliste für künftige Investitionen der Stadt verständigt. Darin ist die teilweise Neupflasterung der Fußgängerzone nach hinten gerutscht. 2020 soll der Umbau von Kieler Straße und Nicolaistraße demnach erfolgen. Insgesamt knapp 200.000 Euro sieht die städtische Haushaltsplanung für diese Maßnahme vor.

In beiden Fällen hatten sich die politischen Gremien auf die Variante II geeinigt. Das heißt, es ist keine komplette Neupflasterung vorgesehen, die deutlich teurer geworden wäre. Vielmehr sollen nur bestimmte Kopfsteinpflasterbereiche aufgenommen und durch eine glatte Pflasterung ersetzt werden. Verworfen worden war ebenfalls die Idee eines 1,50 Meter breiten Rollstuhlstreifens mit glatter Pflasterung als günstigste Variante. „Eine Rollstuhl-Autobahn“, wie der Beirat für Menschen mit Behinderung kritisierte.

Werner Huß, der in beiden Beiräten Mitglied ist, kennt die Problematik aus eigenen Erfahrungen. Seine Frau ist auf den Rollstuhl angewiesen. Aber auch für Senioren mit Rollator wird das Durchqueren der Einkaufsmeile mitunter zur Herausforderung. „Es wäre besser, wenn der Belag eben wäre“, sagte Donnerstag eine 94-jährige Eckernförderin, die ihren Namen nicht nennen mochte. Das ruppige Pflaster gehe „ganz schön in die Arme“.

Eine Verschiebung des barrierearmen Ausbaus auf 2020 halten beide Vorsitzende für „zu spät“. Der gemeinsame Antrag soll dem Anliegen jetzt mehr Nachdruck verleihen. In der Politik ist das Thema inzwischen angekommen. Eine Entscheidung aber ist noch offen.

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Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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