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Betriebe werden fit für die Zukunft

Eckernförde Betriebe werden fit für die Zukunft

Hotels, Gaststätten und andere Tourismusbetriebe stehen in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Notwendige Modernisierungen, der Wettbewerb um Fachkräfte und Schwierigkeiten, Nachfolger zu finden, sind einige davon.

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Petra Stangenberg und Kim Hartwig vom Tourismus-Cluster Schleswig-Holstein und Eckernfördes Touristik-Chef Stefan Borgmann (v.l.) eröffnen den Info-Nachmittag zu Themen wie Unternehmens-Nachfolge, Fachkräftemangel und Zukunftsstrategien.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Das Tourismus-Cluster Schleswig-Holstein hatte am Dienstag Betreiber in das Eckernförder Stadthallenrestaurant eingeladen, um über vielfältige Möglichkeiten der Beratung und Unterstützung zu informieren.

 In 30 Prozent der Betriebe ist eine Nachfolge noch nicht gelöst. Das Übergabe-Problem hat nach Einschätzung von Unternehmensberater Hartmut Winkelmann „umfangreiche volkswirtschaftliche und regionalwirtschaftliche Auswirkungen“. Denn: Immer weniger Kinder wollen die Betriebe ihrer Eltern übernehmen, gleichzeitig schmälert die demografischen Entwicklung die potenzielle Käuferschaft. „Momentan haben wir eine Schließungsquote von zehn Prozent“, sagt Winkelmann. „Und das wird noch mehr werden.“ Sein Rat bei einer anstehenden Betriebsnachfolge: „Sich frühzeitig Gedanken machen und sich beraten lassen“.

 Das Finden von Auszubildenden, gerade in der Gastronomie, ist ein weiteres Problem. „Es gibt relativ viele Abbrecher, die beispielsweise mit den Arbeitszeiten nicht zurechtkommen“, weiß Kim Hartwig, Projektleiterin des Tourismus-Clusters. Sie zu halten und zu motivieren, sei eine Sache. Geeignete Auszubildende zu bekommen, die andere. Dabei sei auch die Präsenz in den sozialen Medien und auf Berufsmessen von Vorteil. Der Fachkräftemangel ist eine weitere Hürde, um einen Betrieb nachhaltig zu führen.

 Doch das Tourismus-Cluster denkt noch weiter. So gehe es auch um den Aufbau von Unternehmensstrategien. „Keine leichte Aufgabe für kleinere Betriebe mit einer Sieben-Tage-Woche in der Saison“, sagt Hartwig. Dennoch wäre es fatal, Trends und Entwicklungen zu verschlafen. Auf Stammgäste könne sich in Zeiten von Bewertungs-Portalen heute keiner mehr langfristig verlassen. Warum also nicht einmal ein veganes Menü anbieten? Auch regelmäßiges Renovieren und Investieren, so Hartwig, sichere eine gute Stellung am Markt.

 Das Tourismus-Cluster will bei einer Ausrichtung der Betriebe auf die Zukunft unterstützen. Es versteht sich als erster Ansprechpartner und Lotse im Angebots-Dschungel. Unter dem Motto „Gastgeber-Werft“ ist ein Beratungs-Paket geschnürt. „Wir gehen auch in die Region“, kündigt Hartwig an. So sind im Herbst regionale Beratertage geplant. In Vorbereitung ist außerdem ein Online-Selbstcheck für Betriebe. Die Steigerung von Übernachtungszahlen hänge auch davon ab, was die Gastgeber anbieten könnten, ergänzte Eckernfördes Touristikmanager Stefan Borgmann.

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Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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