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Bis zu 15 Prozent höhere Kita-Gebühren

Gettorf Bis zu 15 Prozent höhere Kita-Gebühren

Die Gemeinde Gettorf erhöht die Kita-Gebühren. Ab August verteuert sich die Betreuung voraussichtlich um annähernd 15 Prozent. Bei einer Ü3-Regelbetreuung (fünf Stunden) macht das rund 25 Euro pro Monat aus, bei neun Stunden U3 etwa 70 Euro.

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Früher Sportheim, jetzt provisorische Kita: Jürgen Baasch und Einrichtungsleiterin Kathrin Groth (Pädiko) freuen sich über den gelungenen Umbau.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Die steigenden Kosten für die Kinderbetreuung belasten die Kassen. Den größten Teil – rund 50 Prozent – des stetig steigenden Defizits trägt die Gemeinde. 2009 kam die Kommune noch mit gut 610.000 Euro aus, 2018 wird der Betriebskostenanteil voraussichtlich bei knapp zwei Millionen Euro liegen.

 Politischer Wille ist es, dass die Eltern mit ihren Gebühren 30 Prozent der Betriebskosten abdecken. 2015, das ergab eine vorläufige Abrechnung von Büroleiter Tomas Bahr vom Amt Dänischer Wohld, lag der Anteil der Gebührenzahler jedoch nur bei nur 28,5 Prozent. Um auf den Satz von 30 Prozent zu kommen und um die steigenden Kosten – unter anderem verursacht durch Gehaltserhöhungen – aufzufangen, müssen die Eltern ab Sommer zwischen zehn und 15 Prozent mehr für einen Kita-Platz zahlen. „Die Erhöhung wird wohl eher bei 15 als bei zehn Prozent liegen“, sagte Vorsitzende Bodil Maria Busch (B90/Die Grünen). Bei genau 15 Prozent würde eine siebenstündige Betreuung 253 statt 220 Euro (U3) beziehungsweise 448,50 statt 390 Euro (Ü3) kosten. „Niemand sollte sich scheuen, bei Bedarf die Sozialstaffel des Kreises in Anspruch zu nehmen“, so die Ausschussvorsitzende. Die Bedingungen seien 2015 zugunsten der Betroffenen verbessert worden. Bodil Maria Busch machte deutlich, dass die Baukosten für die neuen Kitas nicht in die Betriebskosten einfließen, die Abschreibungen jedoch eingerechnet werden.

 Konkret sollen die neuen Gebührensätze in der nächsten Kitaausschuss-Sitzung beschlossen und dann am 20. Juli von der Gemeindevertretung verabschiedet werden. Die Gemeindevertreter haben auch das letzte Wort, was die neue, vom Ausschuss für Kindertagesbetreuung einstimmig befürwortete neue Kita-Satzung betrifft. „Übersichtlicher, einfacher zu verstehen, flexibler“, fasste Bodil Maria Busch die Vorteile zusammen. Festgehalten ist eine Betreuung im Zeitrahmen von 7 bis 17 Uhr. Darüber hinaus gibt es ab dem neuen Kita-Jahr die Möglichkeit, Kinder bis 18 Uhr betreuen zu lassen. Diese zusätzliche Leistung kostet 70 Euro je angefangene halbe Stunde (sowohl Ü3 als auch U3).

 Demnächst bekommen die Eltern, die noch keine Kinder in einer Kita angemeldet haben, einen Brief von der Verwaltung. Darin werden ihnen die neuen Anmeldemodalitäten erklärt. Kinder, für die bis zum 30. April 2017 ein Platz benötigt wird, müssen bis Ende Juli angemeldet werden; die Anmeldefrist für den Zeitraum vom 1. Mai bis 31. Juli 2017 verstreicht Ende Oktober.

 Bevor in gut einem Jahr die neue fünfgruppige Pädiko-Kita am Ofeld an den Start geht, steht für die Übergangszeit eine jetzt gerade fertig geworden provisorische Kita im ehemaligen GSC-Heim zur Verfügung. Bürgermeister Jürgen Baasch lobte ausdrücklich die Handwerker für ihre gute und schnelle Arbeit. Die Kapazität ist auf ein Regel- und eine altersgemischte Gruppe, bei Bedarf auf zusätzliche institutionelle Tagespflege ausgelegt. „

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Ein Artikel von
Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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