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Brandruine ist ein Ärgernis

Anwohner sammeln Unterschriften Brandruine ist ein Ärgernis

Kein schöner Anblick am Hasselrott 69 in Gettorf: Seit viereinhalb Monaten grüßt am Ortseingang der Wohld-Gemeinde aus Richtung Revensdorf eine Brandruine. Das Einfamilienhaus beziehungsweise das, was nach einem Brandschaden am 27. Juni von ihm übrig blieb, ist für die Anwohner ein Ärgernis.

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Die Brandruine am Hasselrott in Gettorf stinkt den Anwohnern gewaltig – im wahrsten Sinne des Wortes.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf.  „Wann wird die Ruine endlich abgerissen?“ Mit dieser Frage wandten sie sich kürzlich an die KN-Leseranwältin. Außerdem sammelten einige Anlieger, die namentlich nicht genannt werden möchten, Unterschriften, um damit den Druck auf die Baubehörde des Kreises zu erhöhen.

 Die Eigentümerin des Hauses ist angeblich verschwunden und hat sich seit dem Brand nicht mehr um das Grundstück gekümmert. „Da sich seit dem Brand trotz mehrfacher Beschwerden immer noch nichts getan hat, fordern wir eine baldige Entscheidung, wann mit dem Abriss zu rechnen ist“, heißt es in einem von 15 Nachbarn unterzeichneten Schreiben an die Kreisverwaltung.

 Eine Anwohnerin schilderte den KN, dass sie ihr Haus verkaufen wolle. „Es gab bereits etliche Interessenten. Aber bisher sind alle wieder abgesprungen, weil ich ihnen nicht sagen konnte, wann die Brandruine abgerissen wird“, sagte sie. Aber es ist nicht nur der hässliche Anblick, der die am Hasselrott und in Neu-Revensdorf wohnenden Menschen nervt. Bei bestimmten Windrichtungen ziehe der kalte Rauch in die benachbarten Häuser und Wohnungen. „Es stinkt dann wie in einer Räucherkammer“, so eine Anwohnerin.

 Das Kreisbauamt schickt nach Auskunft von Kreis-Pressesprecher Martin Schmedtje regelmäßig einen Mitarbeiter nach Gettorf, um im Rahmen der Gefahrenabwehr die Absicherung der Brandruine überprüfen zu lassen. Aktuell werde geprüft, ob vor Wintereinbruch eventuell weitergehende Maßnahmen erforderlich sind. Die Hoffnung der Anwohner auf einen schnellen Abriss scheinen sich nicht zu erfüllen. Laut Kreis-Pressestelle gibt es zurzeit keinen Anlass für eine Ersatzvornahme, sprich: keinen Anlass dafür, dass der Kreis beim Abriss in Vorleistung tritt. Das ist Sache der Eigentümerin. Hinweise, dass im Zusammenhang mit dem Brand noch Ermittlungen anhängig sind, konnte die Staatsanwaltschaft Kiel nicht bestätigen. bki

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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