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Neue Hütte für die Pfadfinder

Nach Brand in Altenholz Neue Hütte für die Pfadfinder

Aufatmen bei den Pfadfindern in Altenholz. Nach dem vernichtenden Brand in ihrer Hütte im Januar wird endlich aufgeräumt. Und der Neubau für den freien Pfadfinderbund Asgard ist absehbar. Noch in diesem Winter soll die neue Hütte stehen.

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Janke Süverkrüpp, Vorsitzender des freien Pfadfinderbunds Asgard in Altenholz, ist froh, dass es endlich vorangeht. Der Abriss der abgebrannten Hütte ist erledigt.

Quelle: Cornelia Müller

Altenholz.  Der Bagger wühlt sich durch die nasse Erde hinter der Fachhochschule. Die letzten verkohlten Überreste von „Hildegard“, wie die 65 Pfadfinder ihre in Eigenarbeit hergerichtete Holzhütte genannt haben, sind zu einem Häuflein zusammengeschoben. Die großen Teile hat die Abbruchmannschaft schon abgefahren. Janke Süverkrüpp, Vorsitzender der 65 Mädchen, Jungen und Erwachsenen, schreitet über die Bodenplatte, auf der „Hildegard“ seit 1998 stand. „Auch der Estrich muss weg“, sagt er. Dabei kann er wieder lächeln.

 Die Gemeinde, der das Gelände im Grünen gehört, hatte gleich in Aussicht gestellt, dass die Pfadfinder an dieser Stelle wieder eine Hütte für ihre Treffen bekommen. Allerdings mussten erst die Versicherungen ihr Okay geben. „Jetzt ist alles auf gutem Weg. Das Ganze hat sich aus verschiedenen Gründen hingezogen“, sagt Süverkrüpp. „Zunächst musste die Kripo ermitteln. Wegen eines Missverständnisses dauerte es zwei Monate länger als nötig, bis man das Gelände betreten durfte. Und wir Erwachsenen konnten mit den Jugendlichen nicht so flott planen, weil wir ja alle berufstätig sind.“

 110000 Euro haben die Versicherungen für „Hildegard“ erstattet. Mit 130000 Euro Baukosten inklusive Abbruchs müssen die Pfadfinder rechnen. Für die 45000 Euro teure Ausrüstung kamen Versicherer auch auf. „Die neue Hütte wird wieder aus Holz sein. Aber diesmal ist sie schlüsselfertig“, berichtet Süverkrüpp. „Den Innenausbau mit Küche und Regalen machen wir selbst. Wir rechnen mit weiteren 20000 Euro.“

 Als die Unterkunft des Vereins am 12. Januar aus ungeklärter Ursache abbrannte, waren nicht nur Pfadis geschockt. Eltern, die stets mit anpacken, und Altenholzer, die als Jugendliche mitgemischt haben, waren ebenfalls traurig. Auch Süverkrüpp, der jetzt Rechtsreferendar in Flensburg ist, ist mit den Pfadfindern groß geworden. „Wir haben unglaublich viel Unterstützung erfahren“, betont er. „8000 Euro Spenden sind bisher zusammengekommen. Dass wir das Haus Ankergrund und das TSV-Sportheim nutzen dürfen, ist super. Keiner ist abgesprungen.“ Vermutlich wird die neue „Hildegard“ noch vor dem Winter stehen. Die Einweihungsparty ist erst 2016, wenn drinnen alles fertig ist. Dann wird auch der 40. Geburtstag der Asgard-Pfadfinder in Altenholz gefeiert.

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Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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