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Klares Votum für Standort Sportplatz

Bürgerbefragung in Noer Klares Votum für Standort Sportplatz

Die Entscheidung für den Standort der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Noer war eindeutig. 60,1 Prozent der abgegebenen 268 Stimmen entfielen beim Bürgervotum am Sonntag für den Bau auf dem Sportplatz an der Straße Schulkoppel im Ortsteil Lindhöft.

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Klare Mehrheit für den Standort Sportplatz. Bürgermeisterin Sabine Mues schüttet beim Bürgervotum für den besten Bauplatz für eine Flüchtlingsunterkunft in Noer die Urne mit den Stimmzetteln aus.

Quelle: Rainer krüger

Noer. 38,1 Prozent hatten sich für den Alternativvorschlag – die Lindhöfter Dorfwiese – ausgesprochen. Die fünf ungültigen Stimmen machten 1,8 Prozent aus. Bürgermeisterin Sabine Mues (CDU) verkündete gegen 16.30 Uhr das Ergebnis.

 „Wir fühlen uns in unserer Entscheidung bestätigt“, sagte sie im Namen aller Gemeindevertreter. Das entsprach auch den Tatsachen, denn die Mehrheit votierte für den Standort, für den sich auch beide Fraktionen der Gemeindevertretung ausgesprochen hatten. Sie hatten dem Amt Dänischenhagen angesichts der aktuellen Unterbringungsproblematik angeboten, auf dem Sportplatz ein Quartier für zwölf Flüchtlinge errichten zu können. Geplant ist ein sogenanntes Modulhaus, dass sich relativ problemlos abbauen lässt. Allerdings war das Angebot nach einer internen Beratung erfolgt. Bekannt machte es Bürgermeisterin Sabine Mues erst Wochen später, nachdem der Kreis die Genehmigung gegeben hatte, den Sportplatz zeitlich begrenzt als Standort zur Flüchtlingsunterbringung zu nutzen. Das hatte Anwohner der Schulkoppel auf den Plan gerufen. Sie fühlten sich übergangen. Außerdem schlugen sie als Alternativstandort die wenige Hundert Meter entfernte Dorfwiese vor. Sie sei zentraler gelegen und somit für die angestrebte Integration besser geeignet, hatten die Kritiker argumentiert. Als Reaktion darauf hatten die Gemeindevertreter am 23. November das Bürgervotum angesetzt. Ziel war es, ein Meinungsbild zu gewinnen, welchen Standort die Noerer für geeigneter halten.

 Sportplatz-Anwohner Carl Knutinge-Kaas (70) hatte mit anderen in einer Handzettelaktion für den Bauplatz Dorfwiese geworben. Er akzeptierte das Ergebnis. „Die Vorlaufzeit für uns war wohl zu kurz“, sagte er. Trotz der Mehrheit für den Sportplatz fand er es richtig, dass sich die Anwohner zu Wort gemeldet hatten. „Bei den Gemeindevertretern hoffe ich auf einen Lerneffekt, damit sie die Bürger früher in Entscheidungen einbeziehen.

 Bei insgesamt 737 stimmberechtigten Noerern über 16 Jahren lag die Beteiligung bei 36,4 Prozent. „Für einen Termin am vierten Advent ist das in Ordnung. Immerhin war die Beteiligung hier höher als die beim Volksentscheid über die Olympiabewerbung in Kiel“, sagte Mues.

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