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Eckernförde gegen Bebauung an der Gaehtjestraße

Bürgerentscheid Eckernförde gegen Bebauung an der Gaehtjestraße

Die einen durften jubeln, die anderen machten aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl: An der Gaehtjestraße in Eckernförde wird es keine wasserseitige Bebauung geben. So lautet das Ergebnis des Bürgerentscheids, der am Sonntag 7302 Eckernförder an die Wahlurnen lockte.

Gaehtjestraße, Eckernförde 54.473371 9.832553
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 Bei fast 50 Prozent lag die Wahlberteiligung im Abstimmungsbezirk 7. Kurz nach 18 Uhr wurde die Wahlurne von Kurt Stolte, Jürgen Bauer, Susanne Rahn und Brigitte Korinth (von links) geöffnet. Dann ging's ans Auszählen der Stimmen. Gut eine Stunde später stand das vorläufige Endergebnis bereits fest.

Quelle: Uwe Rutzen

Eckernförde. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 38,3 Prozent. Gegen die Bebauung sprachen sich 5305 Eckernförder aus, dafür 1973. Abstimmungsberechtigt waren 19079 Eckernförder. Die Freude bei den Mitgliedern der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ war nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses nur allzu verständlich.

Meinung

Einen Kommentar von Ressortleiter Uwe Rutzen zum Bürgerentscheid finden Sie hier.

Mit großem Engagement hatten sie sich seit Monaten gegen die Bebauung ausgesprochen und diese Ablehnung auch immer wieder argumentativ vertreten. In Veranstaltungen und an Infoständen, wo über 3100 Unterschriften für ein vorgeschaltetes Bürgerbegehren gesammelt wurden, plädierten sie für den freien Blick auf die Gaehtjestraße und von dort über den Hafen. Außerdem setzten sie sich für den Erhalt des Baumbestands an der Straße ein.

Umgang wurde eisiger

Anfangs war die Initiative um die Sprecher Ursula Wedler, Falk Buettner, Thomas Lilie und Wolfram Splittgerber sogar noch bereit gewesen, ein kleines Café oder das ein oder andere Geschäft in diesem Bereich zuzulassen. Da die Gespräche mit Verwaltung und Politik aber nicht zum Erfolg führten, der Umgang immer eisiger wurde und sich kein Kompromiss finden ließ, entschloss man sich dazu, den Weg des Bürgerbegehrens und des Bürgerentscheids zu gehen.

Die 1516 Unterschriften, die für ein Bürgerbegehren erforderlich waren, wurden klar erreicht. Am Ende kam in etwa die doppelte Anzahl zustande. So blickte die Initiative dem Bürgerentscheid durchaus optimistisch entgegen.

Ergebnis überraschte dennoch

Etwas überraschend ist das Ergebnis dennoch. Viele Eckernförder waren der Meinung gewesen, dass eine Veranstaltung des Altstadtvereins und die Einwohnerversammlung in der vergangenen Woche der Durchbruch für eine Bebauung an der Gaehtjestraße gewesen waren. Dort hatte der Architekt und Stadtplaner Klaus H. Petersen aus dem mit der Sanierung des Areals beauftragten Lübecker Büros Petersen, Pörksen und Partner zahlreiche Einwohner der Stadt, die noch unentschlossen waren, mit fachlichen Argumenten von einer Bebauung und der Fortsetzung der Promenade am Innenhafen überzeugen können.

Aber auch die Ausführungen von Bürgermeister Jörg Sibbel, der in der Einwohnerversammlung die Konsequenzen für die Stadt aufgezeigt hatte, sollte es eine Entscheidung gegen die geplante Bebauung geben, waren sehr überzeugend. Doch am Ende reichte auch das nicht.

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Uwe Rutzen
Ressortleiter Eckernförder Nachrichten

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Kommentar

Es ist entschieden: An der Wasserseite der Gaehtjestraße in Eckernförde wird es in den kommenden Jahren keine Bebauung geben. Es ist, darüber darf es keinen Zweifel geben, ein Sieg für die Vertreter der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“, die das Bürgerbegehren und den daraus resultierenden Bürgerentscheid auf den Weg gebracht haben.

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