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Hotelbau auf dem Exer - Ja oder Nein?

Bürgerbegehren geplant Hotelbau auf dem Exer - Ja oder Nein?

Nach dem Bürgerentscheid zur Bebauung Gaehtjestraße im Februar könnte der Stadt Eckernförde eine zweite Volksabstimmung bevorstehen. Die Bürgerinitiative (BI) „Bauen in Eckernförde“ bereitet derzeit – als Vorstufe – ein Bürgerbegehren gegen eine geplante Bebauung des Parkplatzes Exer vor.

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Im Sommer und bei Veranstaltungen beliebt: Der Parkplatz Exer am Strand neben der Stadthalle.

Quelle: tilmann Post

Eckernförde. Die Ratsversammlung hatte 2015 einen Beschluss gefasst, das Exer-Areal touristisch zu vermarkten. In der Zwischenzeit meldeten sich mehrere Bauinteressenten, die hier ein Hotel oder einen Mix aus Hotel und Ferienapartments verwirklichen wollen. Während sich die Politik davon eine Belebung des Tourismus verspricht, treffen die Pläne bei der Bürgerinitiative auf scharfe Kritik. Es gebe eine Alternative, unterstreicht die BI, der Platz müssen erhalten bleiben.

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Laut Ursula Wedler, eine der Vertretungsberechtigten für das geplante Bürgerbegehren, würde ein Verkauf des Exers die Möglichkeit verbauen, das Gelände langfristig für die Bürger einmal neu zu gestalten. Aktuell stelle der Parkplatz eine von Touristen und Einheimischen geschätzte Besonderheit dar, mit dem Auto fast bis an den Strand fahren zu können. „Ein Fenster zur Ostsee.“

Wichtig sei der Parkraum zudem für Stadthallen-Nutzer. Wedler: „Wer möchte in Abendgarderobe durch den Regen vom Grünen Weg zur Stadthalle laufen, um dort einen Ball, ein Theater oder Konzert zu besuchen?“. Als alternativen Standort für einen Hotelbau verweist die Initiative auf die sogenannte Panzerplatte neben der WTD 71 an der B76.

Mehr Gäste nach Eckernförde locken

Stadtmarketingmanager Stefan Borgmann sieht auch Positives an den Hotel-Plänen auf dem Exer. Das Angebot mit 80 bis 100 Zimmern würde mehr Gäste mit anderen Qualitätsansprüchen nach Eckernförde ziehen. Das hätte nach seinen Worten auch Auswirkungen auf das Geschäftsleben im Umfeld. Durch ein Hotel auf der „Panzerplatte“ könnten zwar ähnliche Effekte erzielt, eine Belebung der Kieler-Straße-Süd aber nicht erreicht werden.

Die Parkplatzfrage sieht Borgmann nicht unbedingt als Hindernis. So gebe es einen der Planer, der 350 Parkplätze auf dem Exer (derzeit 260) trotz Bebauung unterbringen wolle. Was an Stellflächen nicht realisiert werden könne, solle laut Verwaltung „innenstadtnah“ kompensiert werden. Der Stadtmarketingmanager plädiert derzeit für ein Innehalten. Solange das Tourismuskonzept nicht gemeinsam mit Politik und Bürgern fortgeschrieben sei, sollte seiner Ansicht nach die Entwicklung auf dem Exer gestoppt werden und es auch keinen vorzeitigen Bürgerentscheid geben. Denn nach wie vor ungeklärt ist die Frage: Wie viel Tourismus ist in Eckernförde wo gewollt?

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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