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SPD startet in den Vorwahlkampf

Bürgermeisterwahl in Altenholz SPD startet in den Vorwahlkampf

Flüchtlinge, das Ortszentrum Stift und die Kandidatur Raoul Steckels (CDU) gegen den sozialdemokratischen Amtsinhaber Carlo Ehrich: Drei Themen bestimmten am Sonntag die Gespräche beim Jahresempfang des SPD-Ortsvereins im Gemeindezentrum Altenholz. Ein Hauch von Vorwahlkampf wehte durchs Gemeindezentrum.

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Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Karin Pfaff, der Fraktionsvorsitzende Ingo Baasch und Bürgervorsteher Wolfgang Weiß sind optimistisch, dass ihre Argumente für die Wiederwahl von Bürgermeister Carlo Ehrich bei Bürgern ankommen werden (von rechts).

Quelle: Cornelia Müller

Altenholz. „Ich will zwei Themen streifen, die mir am Herzen liegen“, leitete die Vorsitzende Karin Pfaff die gut besuchte Veranstaltung ein. „Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass 2015 eine Million Menschen in Deutschland Asyl suchen? Dass Altenholz 2015 weit über 100 Menschen unterbringen muss und das auch schafft, weil wir so viele Ehrenamtliche unter uns haben und die Verwaltung alles Erdenkliche möglich macht?“ Dennoch werde in den Debatten vergessen, „dass die Zwänge auf Gemeindeebene groß und die Spielräume klein sind“. Um so wichtiger sei, „dass wir auf allen Ebenen zum Wohle aller an einem Strang ziehen“, leitete sie über zur Kritik der CDU und der Gegenkandidatur Steckels. „Transparenz und Sorgfalt gehören für uns zusammen, Verwaltung und Politik sind gleichermaßen gefordert. Der Umgang mit Flüchtlingen darf kein Wahlkampfthema werden. Carlo Ehrichs innere Haltung ist das Wahrnehmen und Wertschätzen. Nur so wirkt man zum Wohl aller.“

 Gastredner Ehrich knüpfte bei den Flüchtlingen an und ging auf die jüngste Sitzung des Bauausschusses und die Einwohnerversammlung ein. Hier hatte es hitzige Wortbeiträge von Bürgern bezüglich der Unterbringung Asylsuchender gegeben. „Wir haben 131 Menschen aufgenommen. 2016 rechne ich mit weiteren 100. Wir haben einen Plan in drei Schritten ins Auge gefasst, darunter den Neubau von Sozialwohnungen. Momentan aber geht es nur eine vorübergehende Lösung für 20 Menschen“, mahnte er mehr Verständnis an. Zum Thema Ladenzeile schlüsselte er ungeklärte Probleme zwischen Eigentümer und Versicherung sowie zwischen Investor und möglichem Supermarktbetreiber auf. „Die Gemeinde hat Zusagen von Kreis und Land, dass das Verfahren sehr schnell auf den Weg gebracht werden kann, und wir keinen neuen B-Plan brauchen. Sobald die Beteiligten einig sind, wird der Startschuss fallen. Verkehrsberuhigung und Gestaltung in Anlehnung an die historische Allee haben wir im Blick. Wir werden die Bürger beteiligen“. Beim Schwenk auf die Kosten der Kinderbetreuung, die 2016 1,8 Millionen und 2018 bereits 2,8 Millionen Euro verschlingen wird, ging ob der Größenordnung ein Raunen durch die Reihen. „Kommunalpolitik ist keine einfach Sache“, schloss Ehrich. „Aber ich bin entschlossen, noch viele Jahre Ihr Bürgermeister zu bleiben und mit allen gemeinsam Lösungen zu finden, die allen dienen.“

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Ein Artikel von
Cornelia Müller
Eckernförder Nachrichten

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