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Eine Stiftung für mehr Kultur

Carlshöhe Eine Stiftung für mehr Kultur

Klaus Lage, Ulla Meinecke und Katja Ebstein gaben sich hier schon die Ehre. Carls Showpalast feiert jetzt sein fünfjähriges Bestehen. Künftig soll das Kultur- und Veranstaltungszentrum auf der Carlshöhe nur noch Carls heißen, die Finanzierung wird auf neue Beine gestellt: Es wird eine Stiftung gegründet.

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Wolfram Greifenberg (links) stellt das Carls auf neue finanzielle Beine. Musikalischer Leiter bleibt Stefan Walter.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Carls Showpalast, oder kurz das Carls, feiert am Sonnabend, 3. Oktober, sein fünfjähriges Bestehen mit Party und freiem Eintritt. Künftig soll das Kultur- und Veranstaltungszentrum auf der Carlshöhe nur noch Carls heißen, das Angebot vielfältiger gestaltet und auch die Finanzierung auf neue Beine gestellt werden.

 Für Carlshöhe-Investor Wolfram Greifenberg war die Kultur immer ein Herzstück seines neuen Stadtquartiers auf dem Gelände der ehemaligen Marinekaserne. So war Carls Showpalast, am Anfang noch bespielt von Claudia Piehl, eines der ersten Gebäude des Konversionsprojekts, das in Betrieb ging. „Damals war es wichtig, schnell Leben reinzubringen“, erinnert Greifenberg. Eine große Bühne mit professioneller Technik sowie ein Saal für 280 Plätze (Theaterbestuhlung) boten die Basis dafür. Heute hat sich das Carls mit einem vielfältigen Angebot im Kulturleben der Stadt und darüber hinaus etabliert. Rund 170 Veranstaltungen gehen hier pro Jahr über die Bühne – von Konzerten, Tanz und Theater über Vorträge bis hin zu Gesellschaften. Dazu zählen auch ein internationales Tangofestival mit 180 Tänzern sowie die größte Jam-Session in Schleswig-Holstein. Überlegt wird, künftig auch Film-Matinees im Carls anzubieten. Greifenberg erneuerte außerdem sein Angebot, Green Screen den Saal als Festivalstandort kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

 Um die Finanzierung des Carls langfristig zu sichern, will Greifenberg im kommenden Frühjahr die Greifenberg-Stiftung ins Leben rufen. Das Carls wird hier einfließen, die Künstlerhäuser, die Galerie und später auch andere, nicht verkaufte Immobilien auf der Carlshöhe. Greifenberg rechnet mit einem Stiftungs-Etat von etwa 300000 bis 400000 Euro pro Jahr. Während für kommerzielle Veranstaltungen im Carls weiterhin die KEG (Kunst-, Event- und Gastronomiebetriebe) zuständig sein wird, sponsert die Stiftung den kulturellen Non-Profit-Bereich. So seien beispielsweise Workshops für junge Musiker geplant. „Das Carls hat sich als Kultur-Location bewährt und wird es auch bleiben“, verspricht Greifenberg. Künstlerischer Leiter der Stiftung soll Stefan Walter werden, für den Kulturbereich wird Marlies Greifenberg zuständig sei. Als Stiftungszweck ist die Förderung von Kultur und Musik in Eckernförde benannt.

 Am Carls ist in Kürze noch ein Anbau geplant. Im westlichen Bereich sollen Lagerräume für Stühle, Tische, Geschirr und Getränke entstehen sowie ein Raucherraum. Die Fertigstellung ist im Frühjahr vorgesehen.

 Verabschiedet hat sich Greifenberg hingegen von der Idee, ein Hotel auf der Carlshöhe zu bauen. „Das Thema ist abgehakt“, so der 65-Jährige. Allerdings sind Häuser mit insgesamt rund 30 Ferienwohnungen geplant.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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