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Reitwegenetz im Wohld ausbauen

Diskussionsbedarf Reitwegenetz im Wohld ausbauen

Reiten im Dänischen Wohld – das ist Erholung, Entspannung, Idylle und ganz offensichtlich kein einfaches Thema. Das wissen nicht nur die Teilnehmer des Felmer Treffs, die jetzt über „Reiten und Pferde“ gesprochen haben. Erörtert wurden die Chancen und die Probleme des Themas.

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Ines Neukam, Steffan Mumm und ihr Sohn Matthes sind oft auf den Reitwegen rund um Felm unterwegs.

Quelle: Anne Steinmetz

Felm. „Wir haben viel zu wenig Reitwege. Wenn ich eine Woche hier reite, kenne ich alles auswendig“, kritisiert Thomas Stahl, 1. Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Felm und Umgebung, die Situation im Dänischen Wohld. Immer müsse er sein Pferd verladen, um einen neuen Rundweg nutzen zu können.

 Der Gedanke an ein zusammenhängendes Reitwegenetz durch den Dänischen Wohld ist nicht neu. Schon 2004 hat sich die Interessengemeinschaft (IG) Reitwegenetz gegründet. Jetzt, zehn Jahre später, gibt es zwar zahlreiche Rundwege nicht aber ein zusammenhängendes Netz.

 Die Felmer möchten einen erneuten Versuch starten, das Netz auszubauen. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht abgehängt werden“, sagt Hermann-Josef Thoben, Vorstand des Felmer Boten und einer der Initiatoren des Felmer Treffs. Er kritisiert, dass im Internet kaum etwas über Reitmöglichkeiten im Dänischen Wohld zu finden ist. „Wenn jemand aus Münster mit seinem Pferd hier Urlaub machen will, kann er das nicht zu Hause planen.“ Einen neuen Internetauftritt hält er deshalb für notwendig und die Möglichkeit, online eine Reitwegekarte einzusehen. „Wir müssen mehr für die Öffentlichkeitsarbeit tun“, betont Thoben.

 Das sieht Andreas Moll, Geschäftsführer des Maschinenrings Eckernförde, anderes als die Felmer: „Wir haben kein Interesse daran, dass unsere Reitwege öffentlich vermarktet werden“, sagt er. Der Maschinenring kümmert sich um die bestehenden Reitwege im Dänischen Wohld. Er hat im Auftrag der IG vor zehn Jahren Kontakt zu Grundstückeigentümern aufgenommen und oft eine Nutzung für die Reiter erreicht. 25 Euro im Jahr müssen Reiter für die Nutzung der zum Teil präparierten Wege zahlen. Im Gegenzug erhalten sie eine Vignette, deren Kauf auch eine Haftpflichtversicherung zum Schutz der Grundstückeigentümer beinhaltet. Außerdem wird beim Vignettenkauf eine aktuelle Reitwegekarte ausgegeben. Moll betont das Vertrauensverhältnis zwischen Reitern und Landeigentümern. Er befürchtet, dies könne durch eine wachsende Urlauberzahl gestört werden.

 14 Obleute sorgen in den verschiedenen Gebieten des Wohlds für den Kontakt zwischen Reitern und Landeigentümern. Einer von ihnen ist Steffan Mumm, Eigentümer der Reitanlage Mumm in Felmerholz. Von hier aus kann er direkt auf einen der vielen Rundwege des Dänischen Wohlds reiten. „Zwei bis drei Stunden ist man da unterwegs“, sagt Mumm. Eine Verbindung ins Umland gibt es allerdings nicht. „Um etwa an die Eckernförder Steilküste zu kommen, muss man sein Pferd verladen“, sagt der 44-Jährige. Mumm teilt die Sichtweise des Maschinenrings. „Wir sind hier eine kleine Gemeinschaft. Es kann schon sein, dass die durch zu viele Urlauber gestört wird.“ Gleichzeitig hofft er aber auch auf Urlaubsgäste, die ihre Pferde bei ihm unterstellen.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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