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Alle Kinder sollen schwimmen lernen

Spenden-Aktion Alle Kinder sollen schwimmen lernen

Kaum zu glauben: Jeder zweite Viertklässler kann nicht sicher schwimmen. Den Kinderschutzbund Schleswig-Holstein ließ diese alarmierende Studie nicht ruhen. Er startete jetzt in Eckernförde gemeinsam mit der DLRG und RSH die Spenden-Aktion „Schleswig-Holstein lernt schwimmen!“.

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RSH-Stiftungsmangerin Friderike Nissen (Mitte) interviewt Irene Johns vom Kinderschutzbund und DLRG-Geschäftsführer Thies Wolfhagen zum Thema Schwimmausbildung.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Dass Ertrinken eine der Hauptursachen ist, dass Kinder zu Tode kommen, rief Irene Johns, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein, auf den Plan. „Schwimmen ist eine der Grundfertigkeiten für Kinder, so wie Lesen, Rechnen, Schreiben“, sagt sie. Und fügt an: „In einem Land zwischen den Meeren ist es überlebenswichtig“. Über Ortsverbände des Kinderschutzbundes wurden bereits erste Einzelmaßnahmen angeschoben, um Schwimmkurse anzubieten. Doch das reicht bei weitem nicht.

 Der Kinderschutzbund schaute sich nach starken Partnern um, holte das Bildungsministerium und die DLRG mit ins Boot. Denn: Ein Viertel der 125 bis 130 Grundschulen im Land können keinen Schwimmunterricht anbieten, da sich kein Hallenbad in greifbarer Nähe befindet. Die Schwimmhallenkapazitäten sind in den vergangenen Jahren gesunken. Einige Bäder wurden geschlossen, andere zu Spaßbädern umgebaut.

 Mit dem gesammelten Geld der Schwimmen-Lern-Aktion sollen Shuttlebusse finanziert werden, die Schüler von ausgewählten Grundschulen im Rahmen eines Blockunterrichts (zweimal eine Woche) zum Schwimmunterricht fahren. Das Ganze soll in Kooperation mit den Schulen und den Schwimmlehrern laufen. Die DLRG stellt zusätzlich ihre Kompetenzen mit Schwimmausbildern und Rettungsschwimmern zur Verfügung. „Wir können beispielsweise ein Beiprogramm für fortgeschrittene Schüler anbieten“, so Thies Wolfhagen, DLRG-Landesgeschäftsführer.

 Die Aktion soll der Einstieg in eine weitere Schwimmausbildung sein. Und die Kinder können nebenbei die DLRG kennen lernen. Denn die Rettungsschwimmer sind sich bewusst: „Immer mehr Nichtschwimmer, das heißt für uns auch immer weniger Rettungsschwimmer“, so Wolfhagen. Nach seinen Angaben kommen jährlich an den schleswig-holsteinischen Nord- und Ostseeküsten rund 20 Menschen zu Tode, darunter auch viele Kinder.

 Medial begleitet wird die Spendensammlung von Radio RSH. „Ab Montag gehen wir auf Sendung“, kündigt Friderike Nissen, Managerin der Stiftung „RSH hilft helfen“, an. Zwei Wochen lang soll mit Schwerpunkt-Interviews für die gute Sache getrommelt werden. Auch danach, so Nissen, wollen wir immer mal wieder darauf hinweisen, wie wichtig es für die kleinen Schleswig-Holsteiner ist, schwimmen zu lernen. Nach den Herbstferien laufen die ersten Schulaktivitäten an.

 Hier können Sie spenden: RSH-hilft-helfen-Stiftung, IBAN: DE73230901420050577719, Verwendungszweck: „Schleswig-Holstein lernt schwimmen“.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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